Sommersaison zwischen Wetterglück und Wertschöpfung

Adelboden

Geschlossene Hotels, Eurothematik, Kurzbuchungen: Trotz zahlreicher Sonnentage und höherer Wertschöpfung liegen die Logiernächte in Adelboden-Frutigen in dieser Sommersaison unter dem langjährigen Durchschnitt. Dafür hat die Destination viel in ihre Infrastruktur investiert.

Das Gegenteil vom letzten Jahr
Im verregneten Sommer 2014 lagen die Logiernachtzahlen in Adelboden-Frutigen insgesamt 2,5 Prozent über dem Fünfjahresschnitt. Dieses Jahr herrschten nun zwar ideale Wetterbedingungen, doch die Hotellogiernächte sanken dennoch um rund 4 Prozent. «Das gute Sommerwetter zeigte primär positive Effekte im Tagestourismus», kommentiert Adelbodens Tourismusdirektor Urs Pfenninger die Zahlen. Der Trend hin zu mehr, dafür kürzeren und kurzfristigeren Buchungen hält also weiterhin an.

Obschon die Sommerbilanz unter seinen Erwartungen lag, schaut Thomas Hofer, Präsident des Hoteliervereins Adelboden und Inhaber des Hotels Des Alpes, grundsätzlich positiv in die Zukunft: «Es bleibt genügend Spielraum nach oben. Das Produkt mit Angeboten wie dem Trottiland, GolfMountain oder dem Kletterturm ist eigentlich sehr gut aufgestellt.»

Neuorientierung und Renovation
Die hauptsächlichen Gründe für den Rückgang der Hotelübernachtungen lokalisiert Tourismusdirektor Urs Pfenninger noch woanders: Zum einen haben Hotels ihr Betriebskonzept auf Angebote mit Bed & Breakfast umgestellt. «Damit verschwinden viele Logiernächte mehr oder weniger aus der Statistik», relativiert der Tourismusdirektor. Andere gewichtige Faktoren dürften diesen Sommer auch die zahlreichen Umbauarbeiten gewesen sein. Hotels wie das «Parkhotel Bellevue», der «Adler» oder das «Des Alpes» hatten ihre Betriebe bis Ende Juni bzw. Juli totalsaniert, was zu langen Schliessphasen führte.

Erneut internationaler aufgestellt bei höherer Wertschöpfung
Auch der starke Franken beeinflusste die Gästezahlen diesen Sommer. «Wir haben die Eurothematik gespürt, aber nicht in dem Ausmasse, wie befürchtet», erklärt Urs Pfenninger. So seien etwa die Übernachtungszahlen bei deutschen Touristen kaum zurückgegangen und bei den englischen Gästen sogar leicht angestiegen. Daneben scheint sich der Blick über den europäischen Tellerrand weiterhin zu lohnen: Adelboden wurde im Sommer erneut deutlich internationaler, vermehrt konnten Gäste aus den Emiraten, Saudiarabien oder Fernost begrüsst werden – Besucher, deren spezielle Bedürfnisse berücksichtigt werden mussten, die dafür aber auch eine deutlich höhere Wertschöpfung generierten.

Im Winter zahlt sich der Aufwand aus
Die Investitionen im durchzogenen Sommer dürften sich in der kommenden Wintersaison auszahlen: In der Hotellerie weht frischer Wind, und die Buchungsstände in Adelboden-Frutigen brauchen den Vergleich mit den Vorjahren nicht zu scheuen. Vor allem die Monate Dezember und März sind bereits gut ausgelastet.
Mit der neuen Höchstbahn steht die Destination zudem vor einem weiteren Quantensprung: Mit der Vierersesselbahn wird das Chuenisbärgli mit dem legendären Weltcup-Hang ab der kommenden Wintersaison deutlich besser ans Herz der Skiregion Adelboden-Lenk, dänk! angebunden.

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Auszeichnungen für die Bergbahnen Adelboden AG

Sommeraward Delegation Adelboden

Vergangene Woche wurden im österreichischen Pertisau am Achensee die Sommer-Awards 2015 des internationalen Skiareatests verliehen. Die Bergbahnen Adelboden AG holte sich gleich zwei der in der Branche begehrten Auszeichnungen.

Der internationale Skiareatest hat sich in den letzten Jahren zu einem Gradmesser im Sommer- und Wintertourismus entwickelt und feiert in diesem Jahr das 20-jährige Bestehen. Das Testteam ist im europäischen Alpenraum unterwegs und sammelt anonym Eindrücke in den teilnehmenden Tourismusdestinationen und Skigebieten.

Freundlich, freundlicher, Adelboden

Ein besonders wertvoller Preis wurde dem Personal der Bergbahnen Adelboden AG verliehen – der Award für das freundlichste Bahnpersonal. Er zeigt auf, wie wichtig eine kompetente und freundliche Bedienung trotz modernster Infrastruktur ist. Eine moderne Seilbahnanlage befördert zwar nach oben, doch durch ein nettes Lächeln des Bahnpersonals wird der Gast auch emotional abgeholt.

Innovationspreis für den Kletterturm Sillerenbühl

Der Kletterturm auf Sillerenbühl ist der erste und einzige seiner Art im Berner Oberland. Für diese Innovation erhielten die Bergbahnen Adelboden und das deutsche Unternehmen Kristallturm, welches diese einzigartigen Klettergärten entwickelt und umsetzt, den Award für „Fun & Action – Gold“. Auf drei Ebenen und 64 Stationen wählen bis zu 90 Personen gleichzeitig ihren abenteuerlichen Weg aufwärts. Die zahlreichen Parcours mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen garantieren dabei Erfolgserlebnisse für Familien, Freunde und in der Gruppe. Eine spektakuläre Rundsicht bietet die 166 m² grosse Aussichtsterrasse, welche auch für Nicht-Kletterer zugänglich ist.

Diese Auszeichnungen erfüllen die Bergbahnen Adelboden AG mit Stolz und motivieren das gesamte Team, wie Direktor Markus Hostettler sagt. Gleichzeitig betont er, dass damit aber auch eine Verpflichtung einhergehe, den eingeschlagenen Weg zu verfolgen und täglich in allen Bereichen das Beste zu geben.

Kontakt:
Bergbahnen Adelboden AG
Ursula Schranz
Bonderlenstrasse 4│CH-3715 Adelboden
Tel. +41 33 673 90 90
ursula.schranz@adelboden-lenk.ch
http://www.adelboden-silleren.ch

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