Die Bündner Bergbahnbetriebe starteten leicht ruhiger ins Jahr als gewünscht. Dies aufgrund herausfordernder Witterungsbedingungen. Wie der Monitor von Bergbahnen Graubünden zeigt, liegt die Anzahl Ersteintritte im Januar leicht tiefer als im Vorjahr.
Die Berggastronomie konnte im Januar mit der Sonne um die Wette lächeln. Deren Umsätze bewegten sich mehrheitlich auf Vorjahresniveau. Das freundliche Wetter animierte zum Winterwandern, Schlitteln oder einfach dazu, die Sonne zu geniessen.
Im Kerngeschäft hatten die Bergbahnbetriebe jedoch Herausforderungen zu meistern. Obwohl auf den technisch beschneiten Pisten für Wintersportler auch im Januar gute Bedingungen herrschten, fehlten vielerorts die Tagesgäste. Markus Moser, Präsident Bergbahnen Graubünden, schätzt ein: «Im Gegensatz zu Einheimischen, Zweitheimischen und Feriengästen haben die Tagesgäste wohl nicht geglaubt, wie gut die Schneesportbedingungen dank der Beschneiung sind.» Ein Blick ins Klimabulletin von Meteo Schweiz zeigt denn auch, dass sich der Niederschlag im Januar im Vergleich zur Referenzperiode 1991 – 2020 in Nordbünden gerademal bei 32% bewegt.
Das Resultat wiederspiegelt sich im Monitor der Branchenorganisation Bergbahnen Graubünden. Dieser umfasst 23 Bergbahnunternehmen, die 90% des Bündner Transportumsatzes erwirtschaften. So fallen die Ersteintritte im Januar 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 3.6% tiefer aus.
Technische Beschneiung: der Motor der Destinationen Wie schon während der Festtage zeichnete die Branche im vergangenen Monat kein homogenes Bild. Das Geschäft lief bei den Bergbahnen und in der Berggastronomie vorwiegend dort gut, wo effizient beschneit und so ein grosszügiges, zusammenhängendes Angebot bereitgestellt werden konnte. Markus Moser hält fest: «Die Bedeutung der Beschneiung als Motor für die Destinationen wurde damit abermals unterstrichen.» Eine Herausforderung, die kleinere und mittelgrosse Bergbahnunternehmen weiterhin beschäftigen dürfte. Denn nebst den nötigen finanziellen Mitteln für eine effiziente Beschneiung wird in Zukunft auch genügend verfügbares Wasser in den entscheidenden Kälteperioden ein bedeutender Erfolgsfaktor sein. Dies hat der Winter 2025/26 bisher deutlich gezeigt.
Markus Moser bleibt für die aktuelle Saison trotz aller Herausforderungen optimistisch, denn «abgerechnet wird bekanntlich erst Ende Saison.» Und insgesamt sei die Branche dank der erfreulichen Zahlen der Festtage gut unterwegs. So resultiert per Ende Januar kumuliert auch ein leichtes Plus von 0.6% gegenüber dem Vorjahr. Und auch langjährige Vergleiche bestätigen dies: Im 5-Jahres- und 10-Jahres-Durchschnitt liegen die Ersteintritte im Januar 2026 um 8.2% bzw. 12.1% im Plus. Kumuliert zeigen sich die Gästezahlen mit 13.6% und 19.6% im 5-Jahres- bzw. 10-Jahres-Vergleich noch besser.
Eine Mitteilung von Bergbahnen Graubünden
Lantsch/Lenz, 3. Februar 2026
Auskunft erteilt:
Markus Moser, Präsident Bergbahnen Graubünden m.moser@corvatsch.ch
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Nach dem herausfordernden letzten Winter sind die Bergbahnen in Graubünden bis zum Jahresende mit 20,6 Prozent mehr Ersteintritten (Gästefrequenz) in die Saison gestartet. Gemäss der Branchenorganisation Bergbahnen Graubünden (BBGR) geniessen die Gäste bei ausgezeichneten Pistenbedingungen den Schneesport am Berg.
Die Volatilität der Entwicklung ist beträchtlich: Im letzten Winter verzeichneten die Bündner Bergbahnen beim Winterstart 19 Prozent weniger Gäste, nachdem der Vorwinter mit einem Plus von 28 Prozent noch das hohe Niveau vor Corona erreichte. Dank der technischen Beschneiung konnte der Schaden für die mittleren und grösseren Betriebe in Grenzen gehalten werden. Mit dem aktuellen Plus von 20,6 Prozent an Ersteintritten erreichten die Bündner Bergbahnen den zweitbesten Start in die Wintersaison der letzten zehn Jahre. Im Vergleich zum 5-Jahresschnitt beträgt die Steigerung 12,2 Prozent – zum 10-Jahresschnitt 18,7 Prozent.
Breites Angebot und Terrassenwetter
Dank der technischen Beschneiung sowie den Schneefällen im Dezember konnten die Bergbahnen bereits früh öffnen und schon in der Vorsaison sehr gute Frequenzen erzielen. Das aktuelle Pistenangebot ist sehr breit und die vielen Gäste verteilen sich gut in den Skigebieten. Nebst dem Pistenangebot werden von den Gästen auch die anderen Angebote im Schnee wie Winterwandern, Schlitteln und verschiedene Events gut besucht. Das eher warme „Terrassenwetter“ führte auch zu erfreulichen Gastroumsätzen. Gemäss Martin Hug, Präsident von Bergbahnen Graubünden (BBGR) ist der Schneesport nach wie vor sehr gefragt. Die Schneefälle auch im Unterland haben den Wunsch nach Genuss in den Bergen gefördert. Gleichzeitig sind die Ansprüche der Gäste an die Pistenqualität und den Komfort gestiegen. Martin Hug weist darauf hin, dass die Bergbahnen in Graubünden darum jährlich auch über 100 Mio. Franken in die Erneuerung und Weiterentwicklung des Angebots investieren. Und zwar nicht nur in Bahn- und Pisteninfrastrukturen, sondern auch in die Beherbergung und Restauration sowie in Technologien zur Ressourcenoptimierung. Die aktuelle Wertschöpfungsstudie weist eine jährliche Wertschöpfung der Bündner Bergbahnen von 500 Mio. Franken für Graubünden und zusätzlich 210 Mio. für die Schweiz aus. Durch die unternehmerische Tätigkeit der Bündner Bergbahnen werden 3’699 Vollzeitstellen in Graubünden und 1’454 weitere Vollzeitstellen in der Schweiz generiert.
Die Zahlen des Bergbahnmonitors Der Verkehrsertrag über die Festtage beträgt rund 20 bis 25 Prozent des Gesamtverkehrsertrages der Bündner Bergbahnen, der nach wie vor zu 90 Prozent im Winter generiert wird. Der Monitor von BBGR umfasst 23 Bergbahnunternehmen mit einer repräsentativen regionalen Verteilung, welche 90 Prozent des Bündner Transportumsatzes produzieren. Über der gesamtbündnerischen Steigerung von 20,6 Prozent* bei den Gästefrequenzen liegen mit 32,4 Prozent die Region Mitte (inklusive Arosa Lenzerheide), die Region Surselva mit einer Steigerung von 25,5 Prozent und die Region Davos Klosters mit einer solchen von 22,2 Prozent. Eine geringere Steigerung verzeichnet das Engadin: 9,2 Prozent im Unterengadin und 6,8 Prozent im Oberengadin. Die starke Zunahme in der Region Mitte und der Region Surselva, im Vergleich zum Vorjahr, ist auf die guten Pistenverhältnisse in den mittleren und kleinen Schneesportgebieten zurückzuführen. In Davos Klosters waren spürbar mehr internationale Gäste unterwegs. Das Oberengadin verzeichnete im Gegensatz zu den anderen Regionen im Vorjahr deutlich geringere Rückgänge. Deshalb fällt das Plus in diesem Jahr weniger hoch aus. Beim 5-Jahres-Schnitt liegen Davos Klosters und die Surselva mit 14,4 und 14,3 Prozent Steigerung an der Spitze. Es folgen das Oberengadin mit 11,3, die Mitte mit 10,8 und das Unterengadin mit einem Plus von 6,8 Prozent. Für die kommenden Sport- und Frühlingsferien ist Martin Hug zuversichtlich: „Für den Schneesport-Genuss bietet Graubünden die ganze Palette an Lifestyle inklusive toller Events und einer top-Berggastronomie“.
Eine Mitteilung von Bergbahnen Graubünden
Lantsch/Lenz, 2. Januar 2024 Auskunft erteilt: Martin Hug, Präsident Bergbahnen Graubünden martin.hug@gemeindeflims.ch
*Die Entwicklung des Verkehrsertrages wird nur noch am Saisonende kommuniziert. Infolge der zeitlichen Lücke zwischen Kauf und Konsum der Dienstleistung vermittelt der Transportumsatz während der Saison kein adäquates Bild mehr und erschwert Vergleiche.
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Am EarlyBird von Bergbahnen Graubünden (BBGR) wurde nicht nur über den Tourismus, sondern auch die Ukraine, Corona, das Klima und die Regionalpolitik diskutiert.
Die Branchenorganisation Bergbahnen Graubünden (BBGR) veranstaltete mitten im Schneesportgebiet Arosa Lenzerheide das erste Podium mit allen sechs Kandidat:innen der diesjährigen Regierungsratswahlen. Besonderes Gewicht wurde auf die Stimme der Jugend gelegt, welche durch sieben Schüler:innen im Alter von 14 bis 16 Jahren der Schule Vaz/Obervaz vertreten war.
Ski und Snowboard
Vor der Diskussion ging es auf die Piste: das Plauschrennen mit den Ski gewann Regierungsrat Marcus Caduff vor seinem Kollegen Jon Domenic Parolini (beide Die Mitte). Kandidatin Carmelia Maissen (Die Mitte) gewann wenig überraschend die Frauenkategorie. Mit dem Snowboard kam Kandidat Martin Bühler (FDP) vor Roman Hug (SVP) ins Ziel. Regierungsrat Peter Peyer (SP) verzichtete als Nichtskifahrer aufs Rennen und schenkte in der frühmorgendlichen Kälte wärmende Getränke aus.
Ukraine als Herausforderung
Alle Kandidat:innen zeigten sich über die Entwicklungen in der Ukraine sehr besorgt. Sie gaben ihrer Ohnmacht Ausdruck – aber auch dem Gebot des Zusammenrückens, um die grossen Aufgaben für Europa zu meistern. Auf die Frage der Jugendlichen nach der Neutralität der Schweiz waren sich alle einig, dass die Aufnahme der Kriegsflüchtlinge und die wirtschaftlichen Sanktionen der Schweiz zu befürworten sind.
Verbesserungen nach Corona
Der Bündner Weg in der Coronakrise war erfolgreich. Trotzdem gibt es
Verbesserungspotential. Am wichtigsten ist für Carmelia Maissen und Roman Hug die Erweiterung des Handlungsspielraums für die Gemeinden. Martin Bühler würde diskriminierende Massnahmen achtsamer einsetzen und Marcus Caduff streicht die Bedeutung des Risikomanagements hervor. Jon Domenic Parolini sieht den Ansatzpunkt in der Ausnützung des kantonalen Spielraums bei den Schulen. Für Peter Peyer liegt die Herausforderung darin, schnell und in drei Amtssprachen zu kommunizieren.
Gäste für Graubünden
Die Auswirkungen von Corona auf den Tourismus waren weniger gravierend als befürchtet. Die primären Ansatzpunkte für die Beibehaltung der positiven Entwicklung sehen Martin Bühler und Jon Domenic Parolini in der Pflege der Zweitheimischen. Carmelia Maissen und Peter Peyer bei der Nachhaltigkeit, die gleichzeitig mit dem Klimawandel eine Herausforderung darstellt. Marcus Caduff streicht den Dialog zwischen Tourismus und Politik hervor. Roman Hug möchte auf jeden Fall Verteuerungen für die Gäste vermeiden.
Regionen stärken
Bei der von den Jugendlichen angeregten Diskussion zur Stärkung der Regionen in Graubünden rückte das Thema der Raumplanung in den Mittelpunkt. Marcus Caduff und Jon Domenic Parolini machten auf den Graben zwischen Mittelland und Alpenbogen aufmerksam. Es habe zwar Exzesse bei den Zweitwohnungen gegeben, jetzt würde aber nach der Annahme der Zweitwohnungsinitiative die Entwicklung der Bergregionen mit dem eidgenössischen Raumplanungsgesetz stark beeinträchtigt. Roman Hug plädierte für eine Verkürzung der Verteuerung des Wohnens durch Zuzüger. Für Peter Peyer ist klar, dass durch die neue Raumplanung die Zersiedelung gestoppt und die Landschaft als Kapital des Tourismus geschützt wird.
Arbeitsmarkt ausgetrocknet
Der touristische Arbeitsmarkt ist sowohl für Fach- als auch Hilfskräfte ausgetrocknet. Gemäss Roman Hug braucht es weniger Akademisierung und mehr Pragmatismus. Seine Gemeinde Trimmis verzichtet bei der Kinderbetreuung auf Subventionen und kann dafür auf Personal mit Erfahrung ohne entsprechende Ausbildung zurückgreifen. Martin Bühler und Marcus Caduff betonen die Bedeutung von familienergänzenden Betreuungsangeboten, um brach liegendes Potential nutzen zu können. Peter Peyer räumt ein, dass klassische Arbeitszeitmodelle im Tourismus schwierig umsetzbar sind, gibt aber zu bedenken, dass der Tourismus auch ein Problem mit sehr niedrigen Löhnen habe. Für Carmelia Maissen muss der Tourismus für Einheimische mit neuen Anstellungsmodellen attraktiver werden. Jon Domenic Parolini macht auf den Informationsbedarf über die spannende gewerbliche Ausbildung aufmerksam.
Ausbauen contra Schützen
Marcus Caduff vermisst bei der Nachhaltigkeit, dass neben der Ökologie auch die Bereiche Wirtschaft und Soziales gleichberechtigt berücksichtigt werden. Jon Domenic Parolini versucht bei Entscheiden des Amts für Natur und Umwelt stets allen drei Dimensionen das notwendige Gewicht zu geben und den kantonalen Spielraum zu nutzen. Für Carmelia Maissen ist die Landschaft das ökonomische Kapital Graubündens. Roman Hug sieht vor allem bei der Verfahrensdauer für touristische Ersatzinvestitionen Verbesserungspotential. Martin Bühler befürwortet Nutzungen primär dort, wo sie bisher bereits stattfinden. Es müsse vermehrt zwischen intensiv und extensiv genutzten Räumen unterschieden werden. Peter Peyer unterstreicht, dass die Bevölkerung die Schutzbestrebungen der Linken stets unterstützt habe. Die bisherige Politik könne somit nicht so falsch sein.
Dem Klimawandel begegnen
Beim Thema Klimawandel werden unterschiedliche Rezepte zur Bekämpfung verfolgt: Roman Hug und Martin Bühler wollen die Eigeninitiative durch Anreize fördern, statt den Konsum durch Abgaben und Steuern zu verteuern. Marcus Caduff strich die hohe Wirkung von beschlossenen Massnahmen in der Landwirtschaft hervor. Carmelia Maissen weist auf die Bedeutung von Gebäudesanierungen hin. Jon Domenic Parolini hat das Potenzial der industriellen Prozesswärme im Bündner Rheintal im Fokus. Für Peter Peyer geht es darum, mit einer konsequenten Klimapolitik globale Klimaflüchtlinge zu verhindern.
Eine Mitteilung von Bergbahnen Graubünden
Lantsch/Lenz, 2. März 2022
Weitere Informationen:
Marcus Gschwend, Geschäftsführer Bergbahnen Graubünden
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Die Generalversammlung von Bergbahnen Graubünden (BBGR) in Arosa eröffnet die Wintersaison für die Bergbahnbranche
Präsident Martin Hug rief die Unternehmungen an der Generalversammlung von Bergbahnen Graubünden (BBGR) in Arosa auf, sich für verschiedene Covid-Szenarien zu wappnen. Grau bünden habe mit der Strategie der kontrollierten Öffnung einen Erfolgsausweis, der hoffentlich auch diesen Winter zum Zuge komme.
Die Bündner Corona-Strategie für den Tourismus besteht aus Schutzkonzepten, der Testof fensive in Betrieben und Impfen. Die Bergbahnen waren bei den Betriebstestungen für den Kanton die Partner der ersten Stunde. Bergbahnen Graubünden (BBGR) hat nach dem letzten Winter die Bündner Strategie mit der Lockdown-Strategie im Tirol und Südtirol verglichen. Dabei wurde ersichtlich, dass die ausgewogene Bündner Strategie der kontrollierten Öffnung einen volkswirtschaftlichen Schaden von 1 Mrd. Franken zu verhindern vermochte. Auch aus gesundheitlicher Sicht war die Strategie zielorientiert: die Inzidenzen lagen 20 Prozent unter dem Tirol und es gab 38 Prozent weniger Schneesportunfälle. Martin Hug motivierte die ver sammelten Bergbahnunternehmen, agil zu bleiben und in Szenarien zu denken. BBGR bemühe sich, die Interessen der Branche proaktiv in der kantonalen Politik einzubringen und auch ent sprechende Umsetzungsregeln vorzuschlagen. Berno Stoffel, Direktor von Seilbahnen Schweiz (SBS), bestätigte diese Position auch in den aktuellen Verhandlungen des nationalen Verbandes mit dem Bund.
Schutzkonzept Graubünden wird begrüsst
Bergbahnen Graubünden (BBGR) begrüsst das gestern vorgestellte Schutzkonzept des Kantons Graubünden für den nächsten Winter. Präsident Martin Hug: „Nach den intensiven Vorarbeiten und dem guten Buchungsstand gilt es, volkswirtschaftlichen Schaden und die Gefährdung von Existenzen abzuwenden.“ Wie das auch bei steigenden Infektionszahlen funktioniere, hätten
der Tourismus und die Behörden in Graubünden letzten Winter gezeigt. Die Bergbahnen in Graubünden seien der Motor des Wintertourismus und nach den erfolgreichen Erkenntnissen der letzten Saison nochmals bereit, ihren Beitrag zur Bewältigung der Krise zu leisten. Ziel müsse sein, eine Überbelastung des Gesundheitssystems zu verhindern und gleichzeitig einen Wintertourismus zu ermöglichen.
Schneesport ist Schweizer Kulturgut
Rund drei Viertel der Bündner Bergbahn-Gäste im vergangenen Winter waren Schweizer:innen. Sie haben laut Martin Hug gezeigt, dass Schneesport in der Schweiz ein emotionales Kulturgut ist. Gerade auch in der Coronakrise sei das Naturerlebnis, die Bewegung an der frischen Luft und die Abwechslung zum Alltag notwendiger Balsam für die Seele. Covid-19 sei gemäss wissenschaftlichen Erkenntnissen eine Innenraum-Pandemie. Zudem hätten die Bergbahnen im letzten Winter sehr umfangreiche Schutzkonzepte erfolgreich umgesetzt. Deshalb fordert BBGR vom Bund weiterhin die Gleichstellung mit dem öffentlichen Verkehr (öV). Martin Hug: „Die 3G-Regel darf erst zur Anwendung kommen, wenn sonst ein Lockdown droht“. Die
Schneesportaktivitäten finden draussen statt und für geschlossene Transportkabinen müssten die gleichen Regeln wie im öV gelten. Zumal die Fahrten mit der Bergbahn meist weniger als 15 Minuten dauerten. Es sei nicht nachvollziehbar, wenn Langlaufsportler:innen ohne 3G dichtgedrängt im Bus anreisen, Schneesportler am Berg jedoch Zertifikate benötigen. Von wirtschaftlichen Beschränkungen und Ungleichbehandlungen sei abzusehen, sofern dem nationa len Gesundheitssystem nicht eine Überlastung drohe.
Gleich lange Spiesse in der Raumplanung
Die laufende Revision des Raumplanungsgesetzes (RPG2) thematisiert das Bauen ausserhalb der Bauzone und betrifft deshalb auch die Bündner Bergbahnunternehmen. Für diese sind da bei drei Elemente relevant: das Stabilisierungsziel will die Anzahl Gebäude und die Bodenver siegelung limitieren. Mit der Abbruchprämie soll der Abbruch ohne Ersatzneubauten belohnt werden. Der Planungs- und Kompensationsansatz möchte die innovative touristische Nutzung in einem Gebiet zulassen, wenn diese in einem andern Gebiet kompensiert wird. Gemäss Re gierungsrat Marcus Caduff lehnt die Regierung nicht die Elemente, aber die zu komplizierten Bestimmungen des Stabilisierungszieles sowie des Planungs- und Kompensationsansatzes ab. Bei der Abbruchprämie müsse sich der Bund zudem stärker an der Finanzierung beteiligen. Insgesamt fordert Regierungsrat Marcus Caduff den Bund auf, bei der Revision des Raumpla nungsgesetzes für gleich lange Spiesse zwischen Tourismus und Berglandwirtschaft sowie In dustriezonen und der Landwirtschaft in der Fläche zu sorgen. Marcus Caduff: „In den normalen Industriezonen gibt es eine Baubewilligung, weil die Baute oder Anlage zonenkonform ist. Bei gleichen Voraussetzungen soll dies auch für touristische Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone möglich sein.“ Freizeit- oder Tourismuszonen und solche entlang nutzungsplane risch festgelegten Wegen seien deshalb vom Stabilisierungsziel sowie vom Planungs- und Kompensationsansatz auszunehmen, erklärte der Bündner Volkswirtschaftsdirektor.
Bergbahnen fördern Ganzjahreskarte
Bergbahnen Graubünden (BBGR) hat im Frühjahr 2020 den SnowPass für den Winter durch das Jahresabo graubündenCARD ersetzt. Wegen der Pandemie brach der Verkauf der Erstausgabe um 21 Prozent ein. Die aktuellen Verkaufszahlen haben gemäss BBGR-Geschäftsführer Marcus Gschwend das frühere Niveau des SnowPass aber fast wieder erreicht und bestärken Bergbah
nen Graubünden in der Strategie, die Ganzjährigkeit zu fördern. Dank der Zusammenarbeit mit dem Kanton und der Graubündner Kantonalbank konnte die #gkb2020-Jubiläumsaktion realisiert werden, welche die positive Entwicklung ebenfalls unterstützte. Zweidrittel der Jah reskarten werden in Graubünden und dort mehrheitlich im Bündner Rheintal verkauft. Vor al lem in der Ostschweiz soll künftig mit der graubündenCARD noch weiteres Potential erschlos sen werden.
In den Winter gestartet
Als eines der ersten Nicht-Gletscher-Skigebiete der Alpen konnte die Diavolezza dank Snow farming und Beschneiung den Skibetrieb bereits am 16. Oktober aufnehmen. Die Schneefälle und Temperaturen in den letzten Wochen ermöglichten die technische Beschneiung, sodass Arosa-Lenzerheide, Davos Parsenn und Jakobshorn, Laax und die Skiarena Andermatt-Sedrun bereits Teile ihrer Skigebiete öffneten. An diesem Wochenende starten mit Samnaun – leider aus bekannten Gründen zurzeit noch ohne Ischgl –, der Corviglia und dem Corvatsch nun drei weitere bedeutende Skigebiete in die Wintersaison. Die restlichen Skigebiete werden in den nächsten Wochen folgen.
Vorstandsmitglieder bestätigt
Im Vorstand wurden Mario Davatz für die Kleinen und Mittleren Betriebe (KMS-GR) bzw. die Region Mitte sowie Vidal Schertenleib für die Region Davos für eine weitere Amtsperiode be stätigt. Mario Davatz ist Direktor der Bergbahnen Grüsch-Danusa AG. Vidal Schertenleib ist
Verwaltungsrat und Bereichsleiter der Davos Klosters Bergbahnen AG. Die übrigen Vorstands mitglieder sind Präsident Martin Hug (Inhaber und Geschäftsführer enmira GmbH, Gemeinde präsident Flims), Vize-Präsident Philipp Holenstein (CEO Arosa Bergbahnen AG), Markus Good (Geschäftsführer Bergbahnen Obersaxen-Mundaun) und Markus Moser (CEO Corvatsch AG & Diavolezza Lagalb AG). Die Jahresrechnung von Bergbahnen Graubünden wurde mit einem kleinen Defizit von Fr. 11’000 abgeschlossen. Dabei berücksichtigt wurden Ausgaben von Fr. 90’000 für die #gkb2020-Jubiläumsaktion, welche für die Bergbahnunternehmen einen Benefit von Fr. 700’000 generierten. Die Rückstellungen von Fr. 160’000 wurden im Geschäfts jahr nicht benötigt.
Nachwuchsförderung mit der Generation Z
Die Rekrutierung von Fachkräften gestaltet sich im Tourismus für diesen Winter ausseror dentlich schwierig. Und zwar nicht nur auf dem Berg, sondern auch im Tal. Darum holten sich die Teilnehmenden der Generalversammlung bereits am Vorabend Tipps, wie die Generation Z mit den Jahrgängen 1997 bis 2010 für die Branche zu begeistern ist. Michèle Ségouin und Fabian Gerber von Breiterbildung betonten, dass die Jugendlichen eine gemeinsam festgelegte Struktur und konstruktive Rückmeldungen bräuchten. Ebenso gefragt seien Abwechslung, spielerisches und digitales Lernen sowie die Vermittlung der Sinnhaftigkeit der Aufgaben. Die Ausbildenden seien damit mehr Helfende und nicht Leitende. Ausbildung brauche im Unter nehmen einen hohen Stellenwert und Ressourcen, um auf die Bedürfnisse der Jugendlichen einzugehen.
(Kasten)
Zahlen und Fakten aus dem Jahresbericht
Im aktuellen Jahresbericht blickt der Verband Bergbahnen Graubünden (BBGR) auf den letzten Coronawinter 2020/21 und den Coronasommer 2020 zurück. Im Sommer konnten mit der nahen Sommerfrische in den Bergen viele neue und vermehrt auch jüngere Gäste in Graubün den begrüsst werden. Trotzdem stammen nur 8,1 Prozent des Verkehrsertrages aus dem Som mer. Das Wintergeschäft finanziert damit die strategische Zielsetzung „Stärkung des Som mers“. Die Bündner Bergbahnen investierten in den letzten zehn Jahren vor der Coronakrise im Durchschnitt 115 Mio. jährlich. 2019/20 waren es gar 130,2 Mio. Trotz der erschwerenden
Coronabedingungen konnten im letzten Geschäftsjahr die meisten Bergbahnen zwar die be trieblichen Kosten decken. Mit 25 Prozent Abschreibungen/Rückstellungen ist die Branche sehr investitionsintensiv. Während die betrieblichen Erträge Pandemie-bedingt stagnierten oder zurückgingen, nahmen die Aufwände zu. Die betriebsnotwendigen Investitionen und Ab schreibungen sind deswegen gefährdet. Gemäss Präsident Martin Hug braucht es zusätzliche Impuls- und Anschubprogramme durch Bund und Kanton. Nur so bleibe der Wertschöpfungs motor Bergbahnen international konkurrenzfähig. 2019/20 boten die Bergbahnen in Grau bünden 4’373 Jobs im Winter und 1’538 im Sommer an. Sie beförderten 6,8 Mio. Gäste und machten einen Transportumsatz von 207 Mio. 72,9 Prozent werden dabei von sieben grossen
Unternehmen erwirtschaftet. 19,8 Prozent von 11 mittleren Unternehmen und 7,3 Prozent von 33 kleineren Unternehmen.
Eine Mitteilung von Bergbahnen Graubünden
Arosa, 26. November 2021
Auskünfte: Martin Hug, Präsident, martin.hug@gemeindeflims.ch
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Dank der kontrollierten Öffnung der Skigebiete blieb Graubünden im letzten Winter voraus sichtlicher ein volkswirtschaftlicher Schaden von 1 Mrd. Franken erspart. Auch aus gesundheitlicher Sicht war die Strategie ein Erfolg: die Inzidenzen liegen 20 Prozent unter dem Tirol und es gab 38 Prozent weniger Schneesportunfälle.
Die Ersteintritte in die Skigebiete reduzierten sich in Graubünden im letzten Winter um 16,2 Prozent. Der Transportumsatz ging um 14,8 Prozent zurück. Über 50 Prozent Umsatzverlust er leidet die Berggastronomie. Damit verlieren die Bergbahnen in Graubünden 1,1 Mio. Gäste und 34 Mio. Transportumsatz. Das sind die Zahlen des Tourismusmonitors von Bergbahnen Grau bünden (BBGR), der mit 23 Bergbahnunternehmen 90 Prozent des Transportumsatzes der Bünd ner Bergbahnen abdeckt. Als Vergleichswinter wurde coronabedingt die Saison 2018/19 heran gezogen.
Erfolgreiche Strategie der Skigebietsöffnungen Wie BBGR-Geschäftsführer Marcus Gschwend feststellt, hat sich die Bündner Strategie der Ski gebietsöffnungen im letzten Winter als richtig herausgestellt: „Die prophezeiten Schreckenssze narien der Gefährdung des Gesundheitswesens sind nicht eingetroffen“. Marcus Gschwend un termauerte dieses Fazit mit einem von BBGR zusammengestellten Vergleich der Inzidenzen von
Graubünden und Tirol. Dort gab es trotz der restriktiveren Skigebietspolitik im Vergleich zu Grau bündens kontrollierter Öffnungsstrategie nicht weniger Corona-Infektionen. Im Gegenteil: diese liegen kumuliert von Oktober 2020 bis April 2021 in Graubünden ca. 20 Prozent unter dem Tirol (6’100 Fälle zu 7’400 pro 100’000 Einwohner). Zudem zeigen die Schneesportunfälle in Graubün den keinen Anstieg der schweren Unfälle und bei den Unfällen insgesamt sogar einen Rückgang von 38 Prozent. Diese Statistik basiert auf der Unfalldatenbank von Seilbahnen Schweiz (SBS), welche die Pistenrettungsdienste führen.
Volkswirtschaftlicher Schaden verringert Die Bergbahnunternehmen sind froh, dass sie ihre Anlagen betreiben durften und so einen we sentlichen Beitrag zur Verhinderung eines volkswirtschaftlichen Schadens von voraussichtlich rund 1 Mrd. Franken leisten konnten. Gemäss Marcus Gschwend gehen diverse alpine Wert schöpfungsstudien davon aus, dass die Bergbahnen pro Franken Transportumsatz 5 bis 7 wei tere Franken in anderen Branchen auslösen. Bei 34 Mio. Verlust an Transportumsatz ergibt dies einen Effekt von 170 bis 240 Mio. Franken. Wären die Bündner Skigebiete geschlossen worden, hätte bei einem verpassten Transportumsatz von 205 Mio. Franken (Winter 2018/19) der po tenziell negative Effekt 1 bis 1,4 Mrd. Franken betragen. Im Totalen verhinderte damit die Ski gebietsöffnung in Graubünden gemäss der Hochrechnung von BBGR einen Verlust von voraus sichtlich 0.8 bis 1,2 Mrd. Franken.
Zusammen mit dem vom Lockdown im März 2020 vorzeitig beendeten Winter 2019/20 gehört der letzte Winter zu den schlechtesten zwei Wintern der letzten 20 Jahre. Die grössten Rück gänge waren, trotz bester Schneeverhältnisse, im Dezember, Januar und März zu verzeichnen. Während der Dezember vom Bündner Lockdown geprägt war, fehlten im Januar und März die ältere Kundschaft (Risikogruppe), Gäste von Events, Firmenausflügen, Skilagern und die interna tionale Kundschaft. An den sehr gut frequentierten Ostertagen kamen die Gäste aus Deutsch land, Italien, Benelux und Polen teilweise wieder zurück. Die deutlichen schlechteren Zahlen im Unterengadin sind auf die Schliessung des Skigebiets Ischgl zurückzuführen. Das Oberengadin spürte die fehlenden internationale Kundschaft. Der Rückgang des Umsatzes in der Berggastro nomie dürfte sich auf über 50 Prozent belaufen. BBGR-Geschäftsführer Marcus Gschwend bilan ziert: „Trotz aller Herausforderungen sind die Bergbahnen im Transportbereich mit einem blauen Auge davongekommen“. Die Terrassen-Lösung habe sich aus epidemiologischer wie auch aus Gästesicht bewährt. Dies zeigten auch die zwei Monate später vom Bund umgesetzten Öff nungsschritte für die Gastronomie. Für den kommenden Sommer sei wegen der Qualität und der Convenience auch die Öffnung der gastronomischen Innenbereiche am Berg von grosser Bedeutung.
Weitsichtige Bündner Regierung Gemäss BBGR-Geschäftsführer Marcus Gschwend zeigt die volkswirtschaftliche und gesundheit liche Bilanz der Bündner Skigebietsöffnungen im vergangenen Winter die Bedeutung des Zusam menspiels zwischen den privaten touristischen Leistungsträgern, den Branchenverbänden und dem Kanton. Gemeinsam sei mit der kontrollierten Öffnung eine sinnvolle Strategie gefunden und umgesetzt worden. Zusammen mit der kantonalen Test- und Impfstrategie werde damit ein aktiver Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie geleistet. Die Bergbahnen bräuchten aber weiter hin Unterstützung, mahnte Geschäftsführer Marcus Gschwend. Trotz erheblichem Mehrauf wand für die Umsetzung der Schutzkonzepte könnten zwar die meisten Bergbahnunternehmen die betrieblichen Kosten mit den Erträgen decken. Die notwendigen Abschreibungen sowie be triebsnotwendigen Investitionen zu tätigen, sei aber eine Herausforderung. Zudem appellierte er an die Fremdkapitalgeber, Verständnis für die Stundung von Amortisationen und Zinszahlun gen zu zeigen. Zusätzlich brauche es Impuls- und Anschubprogramme durch Bund und Kanton für Investitionen zum Erhalt der Wettbewerbs- und Entwicklungsfähigkeit der Motoren des Bündner Tourismus. Dies insbesondere auch im Vergleich mit den Mitbewerbern im In- und na hen Ausland.
Eine Mitteilung von Bergbahnen Graubünden
Lantsch/Lenz, 20. Mai 2021
Marcus Gschwend, Geschäftsführer Bergbahnen Graubünden (BBGR)
*Infolge eines Todesfalls in der Familie bitten wir Sie, von der Kontaktnahme von BBGR-Präsi dent Martin Hug abzusehen. Danke für Ihr Verständnis.
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24,4 Prozent weniger Gäste verzeichneten die Bündner Bergbahnen diesen März. Dank zufrie denstellender Ostern kommen die Bergbahnen beim Transport im gesamten Winter mit einem blauen Auge davon. Rot ist das Auge in der Gastronomie mit über 60 Prozent Minus.
Gemäss dem Tourismusmonitor von Bergbahnen Graubünden (BBGR) verbuchen die Bündner Bergbahnen im März mit 24,4 Prozent Minus die geringste Anzahl Gäste und mit 21,2 Prozent Minus das zweitschlechteste Ergebnis beim Transportertrag der letzten zehn Jahre. Wegen des behördlichen Lockdowns am 13. März 2020 wurden zum Monatsvergleich die Daten des März 2019 herangezogen. Zur Ermittlung der langjährigen Durchschnitte (fünf und zehn Jahre) wurde der März 2019 jeweils zweimal berücksichtigt.
Schlechter März wegen leerer Terrassen
In den langjährigen Vergleichen betragen die Rückgänge im März bei den Gästen rund 20 Pro zent und beim Verkehrsertrag rund 16 Prozent. Die Rückgänge führt Bergbahnen Graubünden vor allem auf das Aufheben der bewährten Terrassenlösung, den Verzicht auf Firmenanlässe, Skilager und die eingeschränkte internationale Reisetätigkeit sowie das Fernbleiben der älteren Generation zurück. Diese Kundengruppen sind insbesondere ausserhalb der Wintersportferien und der Festtage in den Schneesportgebieten unterwegs und in ihrer Bedeutung nicht zu unter schätzen. Glücklicherweise haben anfangs April ausgezeichnete Wintersportverhältnisse sowie schönes Wetter zu kurzfristigen Buchungen und Ausflügen über Ostern geführt. Auffallend war, im Vergleich zu den Vormonaten, die Zunahme an internationalen Gästen.
Transport und Gastronomie unterschiedlich
Das Betrachten der kumulierten Werte per Ende März zeigt, dass die Bündner Bergbahnen, mit einzelnen Ausnahmen, den Covid-19-Winter 2020/21 im Bereich Transport wahrscheinlich mit einem blauen Auge überstehen werden. Die Gästeanzahl ging im Vergleich zum Vorjahr, inkl. März 2019, um 22.5 Prozent und der Verkehrsertrag um 21.3 Prozent zurück. Bei den langjährigen Vergleichen betragen die Rückgänge bei den Gästen rund 14 Prozent und beim Verkehrser trag in etwa 10 Prozent. Absolut bewegen sich die Werte für ganz Graubünden im Transportbe reich ungefähr auf dem Niveau der Krisenjahre, als die Schweizer Nationalbank den Mindestkurs aufhob. Nicht ausser Acht gelassen werden darf bei diesem Vergleich allerdings, dass der Auf wand aufgrund der Schutzkonzepte auch überproportional angestiegen ist. Die Situation in der Gastronomie sieht dramatischer aus. Hier ist mit Umsatzrückgängen von mindestens 60 Prozent zu rechnen. Es ist davon auszugehen, dass die meisten Bergbahnen für diese Sparte Härtefallhil fen beantragen müssen.
Wintersaison geht weiter
Dank ausgezeichneter Wintersportverhältnisse sowie funktionierender Schutzkonzepte geht die Wintersaison in Graubünden auch nach Ostern weiter. Sieben Destinationen bieten in den nächsten Wochen noch Schneesporterlebnisse am Berg und ermöglichen ein Entfliehen vor dem «Corona-Blues» in die Bündner Berge.
(Kasten)
Offene Schneesportgebiete in Graubünden
· Arosa Lenzerheide: bis 11. April
· Davos: bis 11. April; Parsenn bis 18. April
· Engadin: Corvatsch bis 25. April; Diavolezza bis 9. Mai
· Laax: bis 11. April; Wochenendbetrieb bis 1./2. Mai
· Samnaun: bis 25. April
· Scuol: bis 11. April
· Skiarena Andermatt-Sedrun-Disentis: bis 11. April;
Wochenendbetrieb Gemsstock bis 24./25. April
Eine Mitteilung von Bergbahnen Graubünden
Lantsch/Lenz, 6. April 2021
Auskunft erteilt:
Martin Hug, Präsident Bergbahnen Graubünden
martin.hug@gemeindeflims.ch
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Die Bergbahnen in Graubünden müssen aufgrund der hoheitlichen Anordnung des Bundesrates bzw. des Kantons Graubünden ihren Betrieb per nächsten Montag, 16. März 2020 um 6 Uhr, einstellen.
Die Gesundheit der Gäste, der Bevölkerung und Mitarbeitenden geht vor. Deshalb versteht Bergbahnen Graubünden (BBGR) dieses Vorgehen. Die vom Bundesrat angekündigten Unterstützungsmassnahmen müssen nun sofort greifen, um das wirtschaftliche Überleben der Mitgliedsunternehmen zu gewährleisten.
Die Schliessung trifft die Bündner Bergbahnunternehmen hart. Zu einem verlief die bisherige Wintersaison erfolgreich (+8.2% Gäste gegenüber dem überdurchschnittlichen Vorjahr) und zum anderen war die Nachfrage nach Wintersportangeboten in Graubünden so hoch, wie seit Jahren nicht mehr. Hinzukommt, dass die Wintersportbedingungen nach wie vor hervorragend sind.
Sofort Kurzarbeit ausdehnen
Die Bergbahnbranche ist sehr Fixkosten-intensiv. Der sofortige Wegfall der Umsätze kann nicht annähernd auf der Kostenseite aufgefangen werden. Deshalb muss eine sofortige und unbürokratische Hilfe von Bund und Kanton für die Unternehmen und letztlich die Mitarbeitenden einsetzen. Bergbahnen Graubünden (BBGR) fordert, dass Bund und Kanton das Instrument der Kurzarbeit umgehend und ohne Karenzfrist ausdehnen: von 80 auf 100 Prozent (inkl. Sozialleistungen) sowie für alle Festangestellten, Arbeitnehmer mit befristeten Beschäftigungsverhältnissen, temporär eingesetzten Arbeitnehmer, Grenzgänger, Lehrlinge und gleichgestellte Personen. Die Entschädigungen sind monatlich auszubezahlen.
Sofort Kurzarbeit ausdehnen
Die Bergbahnbranche ist sehr Fixkosten-intensiv. Der sofortige Wegfall der Umsätze kann nicht annähernd auf der Kostenseite aufgefangen werden. Deshalb muss eine sofortige und unbürokratische Hilfe von Bund und Kanton für die Unternehmen und letztlich die Mitarbeitenden einsetzen. Bergbahnen Graubünden (BBGR) fordert, dass Bund und Kanton das Instrument der Kurzarbeit umgehend und ohne Karenzfrist ausdehnen: von 80 auf 100 Prozent (inkl. Sozialleistungen) sowie für alle Festangestellten, Arbeitnehmer mit befristeten Beschäftigungsverhältnissen, temporär eingesetzten Arbeitnehmer, Grenzgänger, Lehrlinge und gleichgestellte Personen. Die Entschädigungen sind monatlich auszubezahlen.
Chancen der Zukunft wahrnehmen
Gerade in dieser schwierigen Zeit ermutigt Bergbahnen Graubünden (BBGR) seine Mitgliedsunternehmen, die Chancen der künftigen Marktentwicklung wahrzunehmen. Wenn sich COVID19 auch im weiteren Verlauf des Jahres als bestimmender Gesundheitsfaktor erweisen sollte, können Kurzaufenthalte mit sportlicher Betätigung in der freien Natur in Graubünden auch wieder eine Chance für die Bergbahnen bedeuten. Bergbahnen Graubünden (BBGR) wird alles daran setzen, für seine Mitgliedsunternehmen auch diejenigen politischen Rahmenbedingungen zu erwirken, damit die Bergbahnen eine Grundlage für ihre wirtschaftliche Weiterentwicklung haben.
Eine Mitteilung von Bergbahnen Graubünden
Lantsch/Lenz, 13. März 2020
Auskunft erteilt:
Martin Hug, Präsident Bergbahnen Graubünden
martin.hug@laax.com
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