Covid-19 erfordert Flexibilität der Bergbahnen

Die Generalversammlung von Bergbahnen Graubünden (BBGR) in Arosa eröffnet die Wintersaison für die Bergbahnbranche

Präsident Martin Hug rief die Unternehmungen an der Generalversammlung von Bergbahnen  Graubünden (BBGR) in Arosa auf, sich für verschiedene Covid-Szenarien zu wappnen. Grau bünden habe mit der Strategie der kontrollierten Öffnung einen Erfolgsausweis, der hoffentlich  auch diesen Winter zum Zuge komme.

Die Bündner Corona-Strategie für den Tourismus besteht aus Schutzkonzepten, der Testof fensive in Betrieben und Impfen. Die Bergbahnen waren bei den Betriebstestungen für den  Kanton die Partner der ersten Stunde. Bergbahnen Graubünden (BBGR) hat nach dem letzten  Winter die Bündner Strategie mit der Lockdown-Strategie im Tirol und Südtirol verglichen.  Dabei wurde ersichtlich, dass die ausgewogene Bündner Strategie der kontrollierten Öffnung  einen volkswirtschaftlichen Schaden von 1 Mrd. Franken zu verhindern vermochte. Auch aus  gesundheitlicher Sicht war die Strategie zielorientiert: die Inzidenzen lagen 20 Prozent unter  dem Tirol und es gab 38 Prozent weniger Schneesportunfälle. Martin Hug motivierte die ver sammelten Bergbahnunternehmen, agil zu bleiben und in Szenarien zu denken. BBGR bemühe  sich, die Interessen der Branche proaktiv in der kantonalen Politik einzubringen und auch ent sprechende Umsetzungsregeln vorzuschlagen. Berno Stoffel, Direktor von Seilbahnen Schweiz  (SBS), bestätigte diese Position auch in den aktuellen Verhandlungen des nationalen Verbandes  mit dem Bund.

Schutzkonzept Graubünden wird begrüsst  

Bergbahnen Graubünden (BBGR) begrüsst das gestern vorgestellte Schutzkonzept des Kantons  Graubünden für den nächsten Winter. Präsident Martin Hug: „Nach den intensiven Vorarbeiten  und dem guten Buchungsstand gilt es, volkswirtschaftlichen Schaden und die Gefährdung von  Existenzen abzuwenden.“ Wie das auch bei steigenden Infektionszahlen funktioniere, hätten 

der Tourismus und die Behörden in Graubünden letzten Winter gezeigt. Die Bergbahnen in  Graubünden seien der Motor des Wintertourismus und nach den erfolgreichen Erkenntnissen  der letzten Saison nochmals bereit, ihren Beitrag zur Bewältigung der Krise zu leisten. Ziel  müsse sein, eine Überbelastung des Gesundheitssystems zu verhindern und gleichzeitig einen  Wintertourismus zu ermöglichen.

Schneesport ist Schweizer Kulturgut  

Rund drei Viertel der Bündner Bergbahn-Gäste im vergangenen Winter waren Schweizer:innen.  Sie haben laut Martin Hug gezeigt, dass Schneesport in der Schweiz ein emotionales Kulturgut  ist. Gerade auch in der Coronakrise sei das Naturerlebnis, die Bewegung an der frischen Luft  und die Abwechslung zum Alltag notwendiger Balsam für die Seele. Covid-19 sei gemäss wissenschaftlichen Erkenntnissen eine Innenraum-Pandemie. Zudem hätten die Bergbahnen im  letzten Winter sehr umfangreiche Schutzkonzepte erfolgreich umgesetzt. Deshalb fordert  BBGR vom Bund weiterhin die Gleichstellung mit dem öffentlichen Verkehr (öV). Martin Hug:  „Die 3G-Regel darf erst zur Anwendung kommen, wenn sonst ein Lockdown droht“. Die

Schneesportaktivitäten finden draussen statt und für geschlossene Transportkabinen müssten  die gleichen Regeln wie im öV gelten. Zumal die Fahrten mit der Bergbahn meist weniger als  15 Minuten dauerten. Es sei nicht nachvollziehbar, wenn Langlaufsportler:innen ohne 3G  dichtgedrängt im Bus anreisen, Schneesportler am Berg jedoch Zertifikate benötigen. Von wirtschaftlichen Beschränkungen und Ungleichbehandlungen sei abzusehen, sofern dem nationa len Gesundheitssystem nicht eine Überlastung drohe. 

Gleich lange Spiesse in der Raumplanung  

Die laufende Revision des Raumplanungsgesetzes (RPG2) thematisiert das Bauen ausserhalb  der Bauzone und betrifft deshalb auch die Bündner Bergbahnunternehmen. Für diese sind da bei drei Elemente relevant: das Stabilisierungsziel will die Anzahl Gebäude und die Bodenver siegelung limitieren. Mit der Abbruchprämie soll der Abbruch ohne Ersatzneubauten belohnt  werden. Der Planungs- und Kompensationsansatz möchte die innovative touristische Nutzung  in einem Gebiet zulassen, wenn diese in einem andern Gebiet kompensiert wird. Gemäss Re gierungsrat Marcus Caduff lehnt die Regierung nicht die Elemente, aber die zu komplizierten  Bestimmungen des Stabilisierungszieles sowie des Planungs- und Kompensationsansatzes ab.  Bei der Abbruchprämie müsse sich der Bund zudem stärker an der Finanzierung beteiligen.  Insgesamt fordert Regierungsrat Marcus Caduff den Bund auf, bei der Revision des Raumpla nungsgesetzes für gleich lange Spiesse zwischen Tourismus und Berglandwirtschaft sowie In dustriezonen und der Landwirtschaft in der Fläche zu sorgen. Marcus Caduff: „In den normalen  Industriezonen gibt es eine Baubewilligung, weil die Baute oder Anlage zonenkonform ist. Bei  gleichen Voraussetzungen soll dies auch für touristische Bauten und Anlagen ausserhalb der  Bauzone möglich sein.“ Freizeit- oder Tourismuszonen und solche entlang nutzungsplane risch festgelegten Wegen seien deshalb vom Stabilisierungsziel sowie vom Planungs- und  Kompensationsansatz auszunehmen, erklärte der Bündner Volkswirtschaftsdirektor. 

Bergbahnen fördern Ganzjahreskarte  

Bergbahnen Graubünden (BBGR) hat im Frühjahr 2020 den SnowPass für den Winter durch das  Jahresabo graubündenCARD ersetzt. Wegen der Pandemie brach der Verkauf der Erstausgabe  um 21 Prozent ein. Die aktuellen Verkaufszahlen haben gemäss BBGR-Geschäftsführer Marcus  Gschwend das frühere Niveau des SnowPass aber fast wieder erreicht und bestärken Bergbah 

nen Graubünden in der Strategie, die Ganzjährigkeit zu fördern. Dank der Zusammenarbeit  mit dem Kanton und der Graubündner Kantonalbank konnte die #gkb2020-Jubiläumsaktion  realisiert werden, welche die positive Entwicklung ebenfalls unterstützte. Zweidrittel der Jah reskarten werden in Graubünden und dort mehrheitlich im Bündner Rheintal verkauft. Vor al lem in der Ostschweiz soll künftig mit der graubündenCARD noch weiteres Potential erschlos sen werden.

In den Winter gestartet  

Als eines der ersten Nicht-Gletscher-Skigebiete der Alpen konnte die Diavolezza dank Snow farming und Beschneiung den Skibetrieb bereits am 16. Oktober aufnehmen. Die Schneefälle  und Temperaturen in den letzten Wochen ermöglichten die technische Beschneiung, sodass  Arosa-Lenzerheide, Davos Parsenn und Jakobshorn, Laax und die Skiarena Andermatt-Sedrun bereits Teile ihrer Skigebiete öffneten. An diesem Wochenende starten mit Samnaun – leider  aus bekannten Gründen zurzeit noch ohne Ischgl –, der Corviglia und dem Corvatsch nun drei  weitere bedeutende Skigebiete in die Wintersaison. Die restlichen Skigebiete werden in den  nächsten Wochen folgen.

Vorstandsmitglieder bestätigt  

Im Vorstand wurden Mario Davatz für die Kleinen und Mittleren Betriebe (KMS-GR) bzw. die  Region Mitte sowie Vidal Schertenleib für die Region Davos für eine weitere Amtsperiode be stätigt. Mario Davatz ist Direktor der Bergbahnen Grüsch-Danusa AG. Vidal Schertenleib ist  

Verwaltungsrat und Bereichsleiter der Davos Klosters Bergbahnen AG. Die übrigen Vorstands mitglieder sind Präsident Martin Hug (Inhaber und Geschäftsführer enmira GmbH, Gemeinde präsident Flims), Vize-Präsident Philipp Holenstein (CEO Arosa Bergbahnen AG), Markus Good  (Geschäftsführer Bergbahnen Obersaxen-Mundaun) und Markus Moser (CEO Corvatsch AG &  Diavolezza Lagalb AG). Die Jahresrechnung von Bergbahnen Graubünden wurde mit einem  kleinen Defizit von Fr. 11’000 abgeschlossen. Dabei berücksichtigt wurden Ausgaben von Fr. 90’000 für die #gkb2020-Jubiläumsaktion, welche für die Bergbahnunternehmen einen  Benefit von Fr. 700’000 generierten. Die Rückstellungen von Fr. 160’000 wurden im Geschäfts jahr nicht benötigt. 

Nachwuchsförderung mit der Generation Z  

Die Rekrutierung von Fachkräften gestaltet sich im Tourismus für diesen Winter ausseror dentlich schwierig. Und zwar nicht nur auf dem Berg, sondern auch im Tal. Darum holten sich  die Teilnehmenden der Generalversammlung bereits am Vorabend Tipps, wie die Generation  Z mit den Jahrgängen 1997 bis 2010 für die Branche zu begeistern ist. Michèle Ségouin und  Fabian Gerber von Breiterbildung betonten, dass die Jugendlichen eine gemeinsam festgelegte  Struktur und konstruktive Rückmeldungen bräuchten. Ebenso gefragt seien Abwechslung,  spielerisches und digitales Lernen sowie die Vermittlung der Sinnhaftigkeit der Aufgaben. Die  Ausbildenden seien damit mehr Helfende und nicht Leitende. Ausbildung brauche im Unter nehmen einen hohen Stellenwert und Ressourcen, um auf die Bedürfnisse der Jugendlichen  einzugehen.

(Kasten) 

Zahlen und Fakten aus dem Jahresbericht

Im aktuellen Jahresbericht blickt der Verband Bergbahnen Graubünden (BBGR) auf den letzten  Coronawinter 2020/21 und den Coronasommer 2020 zurück. Im Sommer konnten mit der  nahen Sommerfrische in den Bergen viele neue und vermehrt auch jüngere Gäste in Graubün den begrüsst werden. Trotzdem stammen nur 8,1 Prozent des Verkehrsertrages aus dem Som mer. Das Wintergeschäft finanziert damit die strategische Zielsetzung „Stärkung des Som mers“. Die Bündner Bergbahnen investierten in den letzten zehn Jahren vor der Coronakrise  im Durchschnitt 115 Mio. jährlich. 2019/20 waren es gar 130,2 Mio. Trotz der erschwerenden  

Coronabedingungen konnten im letzten Geschäftsjahr die meisten Bergbahnen zwar die be trieblichen Kosten decken. Mit 25 Prozent Abschreibungen/Rückstellungen ist die Branche  sehr investitionsintensiv. Während die betrieblichen Erträge Pandemie-bedingt stagnierten oder zurückgingen, nahmen die Aufwände zu. Die betriebsnotwendigen Investitionen und Ab schreibungen sind deswegen gefährdet. Gemäss Präsident Martin Hug braucht es zusätzliche  Impuls- und Anschubprogramme durch Bund und Kanton. Nur so bleibe der Wertschöpfungs motor Bergbahnen international konkurrenzfähig. 2019/20 boten die Bergbahnen in Grau bünden 4’373 Jobs im Winter und 1’538 im Sommer an. Sie beförderten 6,8 Mio. Gäste und  machten einen Transportumsatz von 207 Mio. 72,9 Prozent werden dabei von sieben grossen  

Unternehmen erwirtschaftet. 19,8 Prozent von 11 mittleren Unternehmen und 7,3 Prozent von  33 kleineren Unternehmen. 

Eine Mitteilung von Bergbahnen Graubünden 

Arosa, 26. November 2021 

Auskünfte: Martin Hug, Präsident, martin.hug@gemeindeflims.ch

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1 Milliarde weniger Schaden dank offener Bergbahnen

Dank der kontrollierten Öffnung der Skigebiete blieb Graubünden im letzten Winter voraus sichtlicher ein volkswirtschaftlicher Schaden von 1 Mrd. Franken erspart. Auch aus gesundheitlicher Sicht war die Strategie ein Erfolg: die Inzidenzen liegen 20 Prozent unter dem Tirol  und es gab 38 Prozent weniger Schneesportunfälle.

Die Ersteintritte in die Skigebiete reduzierten sich in Graubünden im letzten Winter um 16,2  Prozent. Der Transportumsatz ging um 14,8 Prozent zurück. Über 50 Prozent Umsatzverlust er leidet die Berggastronomie. Damit verlieren die Bergbahnen in Graubünden 1,1 Mio. Gäste und  34 Mio. Transportumsatz. Das sind die Zahlen des Tourismusmonitors von Bergbahnen Grau bünden (BBGR), der mit 23 Bergbahnunternehmen 90 Prozent des Transportumsatzes der Bünd ner Bergbahnen abdeckt. Als Vergleichswinter wurde coronabedingt die Saison 2018/19 heran gezogen.

Erfolgreiche Strategie der Skigebietsöffnungen 
Wie BBGR-Geschäftsführer Marcus Gschwend feststellt, hat sich die Bündner Strategie der Ski gebietsöffnungen im letzten Winter als richtig herausgestellt: „Die prophezeiten Schreckenssze narien der Gefährdung des Gesundheitswesens sind nicht eingetroffen“. Marcus Gschwend un termauerte dieses Fazit mit einem von BBGR zusammengestellten Vergleich der Inzidenzen von  

Graubünden und Tirol. Dort gab es trotz der restriktiveren Skigebietspolitik im Vergleich zu Grau bündens kontrollierter Öffnungsstrategie nicht weniger Corona-Infektionen. Im Gegenteil: diese liegen kumuliert von Oktober 2020 bis April 2021 in Graubünden ca. 20 Prozent unter dem Tirol  (6’100 Fälle zu 7’400 pro 100’000 Einwohner). Zudem zeigen die Schneesportunfälle in Graubün den keinen Anstieg der schweren Unfälle und bei den Unfällen insgesamt sogar einen Rückgang  von 38 Prozent. Diese Statistik basiert auf der Unfalldatenbank von Seilbahnen Schweiz (SBS),  welche die Pistenrettungsdienste führen. 

Volkswirtschaftlicher Schaden verringert 
Die Bergbahnunternehmen sind froh, dass sie ihre Anlagen betreiben durften und so einen we sentlichen Beitrag zur Verhinderung eines volkswirtschaftlichen Schadens von voraussichtlich  rund 1 Mrd. Franken leisten konnten. Gemäss Marcus Gschwend gehen diverse alpine Wert schöpfungsstudien davon aus, dass die Bergbahnen pro Franken Transportumsatz 5 bis 7 wei tere Franken in anderen Branchen auslösen. Bei 34 Mio. Verlust an Transportumsatz ergibt dies  einen Effekt von 170 bis 240 Mio. Franken. Wären die Bündner Skigebiete geschlossen worden,  hätte bei einem verpassten Transportumsatz von 205 Mio. Franken (Winter 2018/19) der po tenziell negative Effekt 1 bis 1,4 Mrd. Franken betragen. Im Totalen verhinderte damit die Ski gebietsöffnung in Graubünden gemäss der Hochrechnung von BBGR einen Verlust von voraus sichtlich 0.8 bis 1,2 Mrd. Franken.

Zusammen mit dem vom Lockdown im März 2020 vorzeitig beendeten Winter 2019/20 gehört  der letzte Winter zu den schlechtesten zwei Wintern der letzten 20 Jahre. Die grössten Rück gänge waren, trotz bester Schneeverhältnisse, im Dezember, Januar und März zu verzeichnen.  Während der Dezember vom Bündner Lockdown geprägt war, fehlten im Januar und März die  ältere Kundschaft (Risikogruppe), Gäste von Events, Firmenausflügen, Skilagern und die interna tionale Kundschaft. An den sehr gut frequentierten Ostertagen kamen die Gäste aus Deutsch land, Italien, Benelux und Polen teilweise wieder zurück. Die deutlichen schlechteren Zahlen im  Unterengadin sind auf die Schliessung des Skigebiets Ischgl zurückzuführen. Das Oberengadin  spürte die fehlenden internationale Kundschaft. Der Rückgang des Umsatzes in der Berggastro nomie dürfte sich auf über 50 Prozent belaufen. BBGR-Geschäftsführer Marcus Gschwend bilan ziert: „Trotz aller Herausforderungen sind die Bergbahnen im Transportbereich mit einem  blauen Auge davongekommen“. Die Terrassen-Lösung habe sich aus epidemiologischer wie auch  aus Gästesicht bewährt. Dies zeigten auch die zwei Monate später vom Bund umgesetzten Öff nungsschritte für die Gastronomie. Für den kommenden Sommer sei wegen der Qualität und  der Convenience auch die Öffnung der gastronomischen Innenbereiche am Berg von grosser  Bedeutung.

Weitsichtige Bündner Regierung 
Gemäss BBGR-Geschäftsführer Marcus Gschwend zeigt die volkswirtschaftliche und gesundheit liche Bilanz der Bündner Skigebietsöffnungen im vergangenen Winter die Bedeutung des Zusam menspiels zwischen den privaten touristischen Leistungsträgern, den Branchenverbänden und  dem Kanton. Gemeinsam sei mit der kontrollierten Öffnung eine sinnvolle Strategie gefunden  und umgesetzt worden. Zusammen mit der kantonalen Test- und Impfstrategie werde damit ein  aktiver Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie geleistet. Die Bergbahnen bräuchten aber weiter hin Unterstützung, mahnte Geschäftsführer Marcus Gschwend. Trotz erheblichem Mehrauf wand für die Umsetzung der Schutzkonzepte könnten zwar die meisten Bergbahnunternehmen  die betrieblichen Kosten mit den Erträgen decken. Die notwendigen Abschreibungen sowie be triebsnotwendigen Investitionen zu tätigen, sei aber eine Herausforderung. Zudem appellierte  er an die Fremdkapitalgeber, Verständnis für die Stundung von Amortisationen und Zinszahlun gen zu zeigen. Zusätzlich brauche es Impuls- und Anschubprogramme durch Bund und Kanton  für Investitionen zum Erhalt der Wettbewerbs- und Entwicklungsfähigkeit der Motoren des  Bündner Tourismus. Dies insbesondere auch im Vergleich mit den Mitbewerbern im In- und na hen Ausland. 

Eine Mitteilung von Bergbahnen Graubünden 

Lantsch/Lenz, 20. Mai 2021

Marcus Gschwend, Geschäftsführer Bergbahnen Graubünden (BBGR) 

*Infolge eines Todesfalls in der Familie bitten wir Sie, von der Kontaktnahme von BBGR-Präsi dent Martin Hug abzusehen. Danke für Ihr Verständnis.

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Ein blaues und ein rotes Auge für die Bergbahnen

24,4 Prozent weniger Gäste verzeichneten die Bündner Bergbahnen diesen März. Dank zufrie denstellender Ostern kommen die Bergbahnen beim Transport im gesamten Winter mit einem blauen Auge davon. Rot ist das Auge in der Gastronomie mit über 60 Prozent Minus.

Gemäss dem Tourismusmonitor von Bergbahnen Graubünden (BBGR) verbuchen die Bündner Bergbahnen im März mit 24,4 Prozent Minus die geringste Anzahl Gäste und mit 21,2 Prozent Minus das zweitschlechteste Ergebnis beim Transportertrag der letzten zehn Jahre. Wegen des behördlichen Lockdowns am 13. März 2020 wurden zum Monatsvergleich die Daten des März 2019 herangezogen. Zur Ermittlung der langjährigen Durchschnitte (fünf und zehn Jahre) wurde der März 2019 jeweils zweimal berücksichtigt.

Schlechter März wegen leerer Terrassen
In den langjährigen Vergleichen betragen die Rückgänge im März bei den Gästen rund 20 Pro zent und beim Verkehrsertrag rund 16 Prozent. Die Rückgänge führt Bergbahnen Graubünden vor allem auf das Aufheben der bewährten Terrassenlösung, den Verzicht auf Firmenanlässe, Skilager und die eingeschränkte internationale Reisetätigkeit sowie das Fernbleiben der älteren Generation zurück. Diese Kundengruppen sind insbesondere ausserhalb der Wintersportferien und der Festtage in den Schneesportgebieten unterwegs und in ihrer Bedeutung nicht zu unter schätzen. Glücklicherweise haben anfangs April ausgezeichnete Wintersportverhältnisse sowie schönes Wetter zu kurzfristigen Buchungen und Ausflügen über Ostern geführt. Auffallend war, im Vergleich zu den Vormonaten, die Zunahme an internationalen Gästen.

Transport und Gastronomie unterschiedlich
Das Betrachten der kumulierten Werte per Ende März zeigt, dass die Bündner Bergbahnen, mit einzelnen Ausnahmen, den Covid-19-Winter 2020/21 im Bereich Transport wahrscheinlich mit einem blauen Auge überstehen werden. Die Gästeanzahl ging im Vergleich zum Vorjahr, inkl. März 2019, um 22.5 Prozent und der Verkehrsertrag um 21.3 Prozent zurück. Bei den langjährigen Vergleichen betragen die Rückgänge bei den Gästen rund 14 Prozent und beim Verkehrser trag in etwa 10 Prozent. Absolut bewegen sich die Werte für ganz Graubünden im Transportbe reich ungefähr auf dem Niveau der Krisenjahre, als die Schweizer Nationalbank den Mindestkurs aufhob. Nicht ausser Acht gelassen werden darf bei diesem Vergleich allerdings, dass der Auf wand aufgrund der Schutzkonzepte auch überproportional angestiegen ist. Die Situation in der Gastronomie sieht dramatischer aus. Hier ist mit Umsatzrückgängen von mindestens 60 Prozent zu rechnen. Es ist davon auszugehen, dass die meisten Bergbahnen für diese Sparte Härtefallhil fen beantragen müssen.

Wintersaison geht weiter
Dank ausgezeichneter Wintersportverhältnisse sowie funktionierender Schutzkonzepte geht die Wintersaison in Graubünden auch nach Ostern weiter. Sieben Destinationen bieten in den nächsten Wochen noch Schneesporterlebnisse am Berg und ermöglichen ein Entfliehen vor dem «Corona-Blues» in die Bündner Berge.

(Kasten)
Offene Schneesportgebiete in Graubünden
· Arosa Lenzerheide: bis 11. April
· Davos: bis 11. April; Parsenn bis 18. April
· Engadin: Corvatsch bis 25. April; Diavolezza bis 9. Mai
· Laax: bis 11. April; Wochenendbetrieb bis 1./2. Mai
· Samnaun: bis 25. April
· Scuol: bis 11. April
· Skiarena Andermatt-Sedrun-Disentis: bis 11. April;
Wochenendbetrieb Gemsstock bis 24./25. April
Eine Mitteilung von Bergbahnen Graubünden
Lantsch/Lenz, 6. April 2021
Auskunft erteilt:
Martin Hug, Präsident Bergbahnen Graubünden
martin.hug@gemeindeflims.ch

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Bündner Bergbahnunternehmen schliessen wegen COVID19

Die Bergbahnen in Graubünden müssen aufgrund der hoheitlichen Anordnung des Bundesrates bzw. des Kantons Graubünden ihren Betrieb per nächsten Montag, 16. März 2020 um 6 Uhr, einstellen.

Die Gesundheit der Gäste, der Bevölkerung und Mitarbeitenden geht vor. Deshalb versteht Bergbahnen Graubünden (BBGR) dieses Vorgehen. Die vom Bundesrat angekündigten Unterstützungsmassnahmen müssen nun sofort greifen, um das wirtschaftliche Überleben der Mitgliedsunternehmen zu gewährleisten.

Die Schliessung trifft die Bündner Bergbahnunternehmen hart. Zu einem verlief die bisherige Wintersaison erfolgreich (+8.2% Gäste gegenüber dem überdurchschnittlichen Vorjahr) und zum anderen war die Nachfrage nach Wintersportangeboten in Graubünden so hoch, wie seit Jahren nicht mehr. Hinzukommt, dass die Wintersportbedingungen nach wie vor hervorragend sind.

Sofort Kurzarbeit ausdehnen
Die Bergbahnbranche ist sehr Fixkosten-intensiv. Der sofortige Wegfall der Umsätze kann nicht annähernd auf der Kostenseite aufgefangen werden. Deshalb muss eine sofortige und unbürokratische Hilfe von Bund und Kanton für die Unternehmen und letztlich die Mitarbeitenden einsetzen. Bergbahnen Graubünden (BBGR) fordert, dass Bund und Kanton das Instrument der Kurzarbeit umgehend und ohne Karenzfrist ausdehnen: von 80 auf 100 Prozent (inkl. Sozialleistungen) sowie für alle Festangestellten, Arbeitnehmer mit befristeten Beschäftigungsverhältnissen, temporär eingesetzten Arbeitnehmer, Grenzgänger, Lehrlinge und gleichgestellte Personen. Die Entschädigungen sind monatlich auszubezahlen.

Sofort Kurzarbeit ausdehnen
Die Bergbahnbranche ist sehr Fixkosten-intensiv. Der sofortige Wegfall der Umsätze kann nicht annähernd auf der Kostenseite aufgefangen werden. Deshalb muss eine sofortige und unbürokratische Hilfe von Bund und Kanton für die Unternehmen und letztlich die Mitarbeitenden einsetzen. Bergbahnen Graubünden (BBGR) fordert, dass Bund und Kanton das Instrument der Kurzarbeit umgehend und ohne Karenzfrist ausdehnen: von 80 auf 100 Prozent (inkl. Sozialleistungen) sowie für alle Festangestellten, Arbeitnehmer mit befristeten Beschäftigungsverhältnissen, temporär eingesetzten Arbeitnehmer, Grenzgänger, Lehrlinge und gleichgestellte Personen. Die Entschädigungen sind monatlich auszubezahlen.

Chancen der Zukunft wahrnehmen
Gerade in dieser schwierigen Zeit ermutigt Bergbahnen Graubünden (BBGR) seine Mitgliedsunternehmen, die Chancen der künftigen Marktentwicklung wahrzunehmen. Wenn sich COVID19 auch im weiteren Verlauf des Jahres als bestimmender Gesundheitsfaktor erweisen sollte, können Kurzaufenthalte mit sportlicher Betätigung in der freien Natur in Graubünden auch wieder eine Chance für die Bergbahnen bedeuten. Bergbahnen Graubünden (BBGR) wird alles daran setzen, für seine Mitgliedsunternehmen auch diejenigen politischen Rahmenbedingungen zu erwirken, damit die Bergbahnen eine Grundlage für ihre wirtschaftliche Weiterentwicklung haben.

Eine Mitteilung von Bergbahnen Graubünden
Lantsch/Lenz, 13. März 2020
Auskunft erteilt:
Martin Hug, Präsident Bergbahnen Graubünden
martin.hug@laax.com

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