Der Bundesrat schwächt das internationale Tourismusmarketing (CH)

Medienmitteilung Bern, 2. März 2011

Tag der Tourismuswirtschaft 2011
Der Bundesrat schwächt das internationale Tourismusmarketing

Der Schweizer Tourismus steht vor einem strategischen Wendepunkt. Will er pros-perieren, muss er neue Märkte und Gästesegmente erschliessen. Währungsnachtei-le, gesättigte Märkte und kürzere Aufenthalte bedingen, dass sich der Schweizer Tourismus international diversifizieren muss. Trotzdem hat der Bundesrat die Mittel für das touristische Marketing für die Periode 2012 – 2015 von 191 auf 175 Millionen Schweizer Franken gekürzt. Dieser Entscheid ist umso unverständlicher, als der Bundesrat dem Tourismus 2010 eine Wachstumsstrategie verordnet hat. Das Par-lament ist nun gefordert, die richtigen Weichen zu stellen und das internationale Marketing zu stärken.

Die vor einer Woche vom Bundesrat verabschiedete Botschaft über die Standortförderung 2012 – 2015 gefährdet das Wachstum des Schweizer Tourismus. Er kürzt den Kredit von Schweiz Tourismus, der nationalen Marketingorganisation, um 16 Millionen Schweizer Franken für die Periode 2012 2015 von 191 auf 175 Millionen Schweizer Franken. Aus strategischer Sicht müssten die Mittel für das Marketing aber tendenziell erhöht werden. Die Erschliessung von neuen, internationalen Märkten ist zeitintensiv und aufwendig.

Nur wenn es gelingt, neue Kundensegmente auszuschöpfen, kann die nationale Touris-musbranche wachsen. Schweiz Tourismus hat die Ausgangslage analysiert und aufgrund verschiedener Faktoren einen Bedarf von 227 Millionen Schweizer Franken errechnet.

Aufgrund der Frankenstärke hat der Bundesrat für 2012 eine einjährige Leistungsverein-barung von 12 Millionen Schweizer Franken in die Botschaft aufgenommen. Dabei han-delt es sich um eine befristete Massnahme, welche ausschliesslich zur Abdämpfung der negativen Währungsentwicklung eingesetzt werden darf.

In seiner Wachstumsstrategie für den Tourismusstandort Schweiz vom Juni 2010 hält der Bundesrat fest, dass sich der Wettbewerbs- und Konkurrenzdruck auf die Schweizer Tou-rismuswirtschaft erhöht. Als Ziel postuliert er, dass der Schweizer Tourismus «Arbeitsplät-ze hoher Qualität (..) schaffen soll.» Dies soll erreicht werden durch die «Stärkung des Marktauftrittes der Schweiz.» Die Schweizer Tourismusbranche versteht diese Arithmetik nicht und wird diese Vorgaben des Bundesrates bekämpfen.

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen zur Verfügung:

NR Dominique de Buman,
Präsident Schweizer Tourismus-Verband
dominique.debuman@parl.ch
Mario Lütolf,

Direktor, Schweizer Tourismus-Verband
mario.luetolf@swisstourfed.ch

Weitere Informationen und Downloads zu den Reden von Jean-François Roth und Dominique de Buman finden Sie auf www.swisstourfed.ch

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