Mallorca zwischen Gastfreundschaft und Overtourism-Debatte: 6 Tipps für ein gutes Miteinander auf der Insel

Vaduz, 7. Oktober 2026 – Zehntausende Menschen gingen in Barcelona und Madrid auf die Strasse. Auch auf Mallorca wird über die Folgen des anhaltend hohen Tourismusdrucks diskutiert und protestiert. Im Mittelpunkt der Debatte stehen vor allem strukturelle Probleme wie knapper Wohnraum, überlastete Strassen und Orte sowie die Beanspruchung natürlicher Ressourcen.

Angela Heeb, Manager Groups & MICE (© Universal)

Diese Herausforderungen lassen sich nicht allein durch das Verhalten einzelner Reisender lösen. Und doch beginnt ein gutes Miteinander auch im Kleinen. Wer Interesse an Land und Leuten zeigt, lokale Angebote nutzt und im Alltag ein wenig Rücksicht nimmt, trägt dazu bei, dass aus Besuchern gern gesehene Gäste werden.

Der Schweizer Reiseveranstalter Universal Mallorca Travel ist mit seinen Universal Beach Hotels seit fast 80 Jahren auf Mallorca zuhause. Viele der rund 1’200 Mitarbeitenden sind auf der Insel aufgewachsen oder leben seit Jahrzehnten hier. Auch zwei Mitarbeitende aus der Zentrale kennen Mallorca aus eigener Erfahrung: Beide waren einige Zeit als Reiseleiterinnen auf der Insel tätig, bevor sie wieder in die Schweiz zurückkehrten. Sechs Menschen mit enger Verbindung zu Mallorca teilen ihre persönlichen Tipps für einen respektvollen Aufenthalt.

Ein «Bon dia» öffnet Türen
Niemand erwartet von Urlaubern, dass sie Mallorquín sprechen. Schon ein paar Worte in der Sprache der Insel werden jedoch als Zeichen der Wertschätzung wahrgenommen. Ein freundliches «Bon dia» am Morgen oder ein «Gràcies» als Dankeschön kostet wenig Überwindung und sorgt nicht selten für ein Lächeln. «Ich freue mich immer, wenn Gäste versuchen, ein paar Worte Mallorquín zu sprechen. Ein ‹Adéu› zum Abschied oder ein ‹Bon profit› vor dem Essen – perfekt muss das überhaupt nicht sein. Allein der Versuch zeigt Interesse und kommt meistens sehr gut an», sagt Maria Carmen Alcala Hernandez, Mitarbeiterin Housekeeping im Universal Grand León & Spa.

Auf dem Wochenmarkt nicht nur fotografieren
Mallorcas Wochenmärkte sind beliebte Ausflugsziele – aber keine Freilichtmuseen. Wer Obst, Käse, Oliven, Gebäck oder andere Erzeugnisse kauft und probiert, unterstützt lokale Händler und Produzenten und lernt gleichzeitig ein Stück mallorquinischen Alltag kennen. Gleiches gilt für kleine Geschäfte, Bars und Restaurants abseits der grossen touristischen Zentren.
«Auf unseren Märkten gibt es unglaublich viel zu entdecken. Mein Tipp: Nicht nur die schönen Stände fotografieren, sondern auch etwas probieren oder kaufen. So kommt man oft ganz nebenbei mit den Menschen ins Gespräch und nimmt am Ende mehr mit nach Hause als ein schönes Foto», empfiehlt Juan Quetglas Lopez, Chefpatissier im Universal Grand León & Spa.

Nicht jede Bucht braucht einen Mietwagen
Gerade kleine Buchten und Bergdörfer stossen beim Autoverkehr schnell an ihre Grenzen. Enge Strassen, Parkplatzsuche und Staus belasten Bewohner ebenso wie Besucher. Dabei lassen sich viele Ziele auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln, organisierten Ausflügen, dem Fahrrad oder zu Fuss entdecken. «Es gibt Orte auf Mallorca, die wunderschön sind, aber einfach nicht für Hunderte zusätzliche Autos gemacht wurden. Manchmal ist der Bus oder das Fahrrad die entspanntere Lösung – für die Menschen, die dort wohnen, aber auch für die Gäste selbst», sagt Julio Marin Pascual, Leiter Technik und Instandhaltung im Universal Hotel Lido Park & Spa.

Mallorca ist mehr als das, was man fotografieren kann
Wer Mallorca nicht nur als Urlaubskulisse betrachtet, sondern sich auf die Insel und ihre Besonderheiten einlässt, entdeckt eine überraschend vielfältige Seite. Ein bewusster Blick auf Natur, Menschen und Alltag verändert dabei auch den eigenen Blick auf die Insel.
«Als Reiseleiterin habe ich Mallorca immer als eine Insel erlebt, die weit mehr zu bieten hat als schöne Fotomotive. Wer genauer hinschaut, entdeckt ihre Vielfalt und merkt, wie wichtig es ist, bewusst mit ihrer Natur und ihren Ressourcen umzugehen – Wasser ist dabei auf einer Insel wie Mallorca besonders wertvoll. Für mich gehört ein verantwortungsvoller Umgang mit der Insel einfach dazu, damit Mallorca auch für kommende Generationen erhalten bleibt», sagt Angela Heeb, ehemalige Reiseleiterin bei Universal Mallorca Travel.

Einfach mal treiben lassen
Mallorca lässt sich auch abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten entdecken. Wer sich Zeit lässt und offen für das Unerwartete bleibt, erlebt die Insel oft von einer ganz anderen Seite.
«Als Reiseleiterin habe ich immer wieder erlebt, dass Gäste mit einer langen Liste von Sehenswürdigkeiten auf die Insel kamen. Dabei sind es manchmal gerade die ungeplanten Momente, die in Erinnerung bleiben: ein kleiner Ort, ein Gespräch oder ein Café, das man zufällig entdeckt. Mein Tipp: Lassen Sie ruhig einmal einen Tag offen und schauen Sie, wohin es Sie führt», empfiehlt Carmen Gast, Interims-Reiseleiterin von Universal Mallorca Travel.

Urlaubsort für die einen, Zuhause für die anderen
Die malerische Gasse, der Hauseingang mit bunten Fensterläden oder der Dorfplatz: Was für Besucher Urlaubskulisse ist, gehört für andere zum täglichen Leben. Gerade in Wohngebieten und kleineren Orten hilft deshalb ein einfacher Perspektivwechsel – etwa beim Lärm, beim Fotografieren oder beim Respekt vor privaten Grundstücken.
«Mallorca ist für unsere Gäste Urlaub, für uns aber Zuhause. Wenn Besucher sich manchmal fragen, wie sie sich Gäste an ihrem eigenen Wohnort wünschen würden, ist eigentlich schon viel gewonnen. Rücksicht und Respekt funktionieren überall auf der Welt gleich», ist Maria del Carmen Ruiz Caro, Front Office Managerin im Universal Grand León & Spa, überzeugt.

Mallorca ist Ferienort und Lebensraum zugleich
Respektvoller Tourismus bedeutet nicht Verzicht. Wer auf Mallorca auch einmal neue Wege geht, lokale Angebote nutzt, sorgsam mit Natur und Ressourcen umgeht und Interesse am Leben der Menschen zeigt, erlebt häufig sogar mehr von der Insel. Universal Beach Hotels engagiert sich deshalb auch über den eigenen Hotelbetrieb hinaus für den Schutz der Insel. Die Hotelgruppe unterstützt unter anderem das Meeresschutzprojekt MedGardens der Cleanwave Foundation, das sich vor Mallorca für die Regeneration geschädigter Unterwasserökosysteme wie Posidonia-Seegraswiesen und Algenwälder einsetzt.

Denn Mallorca ist nicht nur Reiseziel, sondern Lebensraum. Und wer die Insel als Gast mit offenen Augen erlebt, kann dazu beitragen, dass sie auch für die Menschen, die hier leben, ein guter Ort bleibt.

Social Media-Kampagne gestartet
Unter dem Motto „Be a guest not just a tourist“ greift unsere Hotelgruppe Universal Beach Hotels die Tipps seiner Mitarbeitenden im Oktober auch in einer eigenen Social Media-Kampagne auf; sie wird zudem auf LinkedIn begleitet.

Weitere Informationen
Universal Mallorca Travel
Silvia Schembri,
CEO Universal Flugreisen AG,
Gewerbeweg 15,
9490 Vaduz,
Fürstentum Liechtenstein
Tel.: +41 43 524 08 30
silvia.schembri@universaltravel.ch
universaltravel.ch

Links und Bilder zur Meldung: Link: Universal Mallorca Travel


Medienmitteilung powered by Ausflugsziele.ch

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