Standort Wellenberg für Engelberg inakzeptabel

Der Einwohnergemeinderat Engelberg und die Engelberg Titlis-Tourismus AG sind enttäuscht über den Entscheid des Bundesrates, den Wellenberg weiterhin im Sachplanverfahren geologische Tiefenlager zu belassen.

Engelberg weist seit Jahren auf die verheerenden Folgen eines solchen Lagers für den Tourismus hin. Die Argumente sind bisher von den zuständigen Stellen des Bundes nur ungenügend berücksichtigt worden.

Die Befürchtungen beziehen sich einerseits auf massive Umsatz- und Ertragseinbussen von mindestens 20 bis 30 % des jährlichen Tourismuseinkommens, das in Engelberg generiert wird und jährlich rund 250 Millionen Franken beträgt. Nebst den volkswirtschaftlichen Aspekten ist während der Bauzeit eines Tiefenlagers von rund zehn Jahren Dauer mit Immissionen, Verkehrsüberlastungen oder Verkehrsbeschränkungen zu rechnen. In Engelberg ist man im Weiteren enttäuscht darüber, dass die vom Kanton Nidwalden in Auftrag gegebene Studie vom Bundesrat bei dessen Entscheidung wenig bis gar nicht gewichtet worden ist. Immerhin zeigt diese Studie auf, dass der Wellenberg einen geologisch komplexen Untergrund besitzt und aufgrund der andauernden tektonischen Aktivitäten sehr schwierig einzuschätzen ist.

Bundesrat verstrickt sich in Widersprüchen

Die Absicht des Bundesrats, ein Endlager geologisches Tiefenlager im Tourismusgebiet Nidwalden/ Engelberg zu bauen, steht im Widerspruch zu seinen Bemühungen, wirtschaftlich benachteiligte Berggebiete zu fördern. Der Bund und die Kantone leisten Beiträge von weit über 100 Millionen Franken für die Neue Regionalpolitik, um touristische Projekte in Destinationen und Regionen zu fördern. Zudem soll dank diesen Beiträgen unter anderem auch das touristische Entwicklungskonzept Nidwalden/Engelberg umgesetzt werden können. Die Schweizerische Gesellschaft für Hotelkredit soll ferner im Rahmen des Massnahmenpaketes 2011 des Bundes ein Darlehen von weiteren 100 Millionen Franken erhalten.

Der Entscheid des Bundesrates ist eine klare Missachtung der Volksabstimmungen im Kanton Nidwalden in den Jahren 1988, 1995 und 2002, in der sich die Nidwaldner Stimmbürgerinnen und Stimmbürger mehrmals deutlich gegen ein geologisches Tiefenlager ausgesprochen haben. Die Nidwaldner Bevölkerung hat sich in der Abstimmung vom 13. Februar 2011 zum vierten Mal gegen Vorbereitungshandlungen für ein geologisches Tiefenlager am Wellenberg ausgesprochen. Für Engelberg ist es aufgrund dieser Vorgaben unverständlich, dass sich der Bundesrat über Volksabstimmungen hinweg setzt.

Der Wellenberg muss aus volkswirtschaftlichen Gründen und aufgrund der neuesten sicherheitstechnischen Studien gegen den Standort aus der Standortsuche entlassen werden.

Engelberg, 1. Dezember 2011
EINWOHNERGEMEINDERAT ENGELBERG
ENGELBERG-TITLIS TOURISMUS AG

Rückfragen:
Talammann Martin Odermatt, Tel. +41 41 639 52 62
Tourismusdirektor Frédéric Füssenich, Tel. +41 41 639 77 11

Familienfreundlichstes Skigebiet – Arosa ist Testsieger (CH)

Die Destination Arosa erhält mit ihren Einrichtungen und Gegebenheiten von der Redaktion von http://www.alpensicht.com für die Saison 2011/12 die höchste Auszeichnung – 5 Sterne für Familienfreundlichkeit!

Das Onlineportal Alpensicht
Alpensicht.com ist eines der führenden und reichweitenstärksten Portale für Ski- und Wandergebiete in den Alpen – im Winter wie im Sommer. Auf der Homepage finden Sie Informationen, Bilder und Bewertungen der schönsten Orte in der Schweiz, Österreich, Italien, Frankreich und Deutschland. Die Destinationen werden genau beschrieben sowie unabhängig und objektiv bewertet. Informationen zu Unterkünften, Pisten, Wanderwegen, Schneeberichten, Wetter, Webcams und vielem mehr finden Sie einfach und bequem.

5 Sterne für Familienfreundlichkeit
Auszeichnungen in Arosa haben erhalten:
– JUNIOR Magic Park am Riedlift
– Kinderländer der Schweizerischen Ski- und Snowboardschule Arosa
– JUNIOR Skisafari im Tschuggengebiet
– Familiensaisonpass für’s Schneesportgebiet Arosa
– u.v.m.

Das Schneesportgebiet Arosa ist übersichtlich, mitten im Dorf und die Bergbahnen sind auf Kinder und ihre Bedürfnisse gut eingestellt. Zudem bietet der Junior Club Arosa ideale Angebote für Kinderbetreuung und Animation. Die Pisten sind familientauglich, die Schneesportpass-Tarife für Kinder preiswert und zudem gibt es diverse Familienermässigungen und Events für die ganze Familie.

Details zur Auswertung unter:
http://www.alpensicht.com/Schweiz_Bewertung/schweiz_arosal_bewertung.htm
http://www.alpensicht.com/schweiz_arosa_winter.htm

Für Rückfragen stehen Ihnen gerne zur Verfügung:
Herr Roger Meier
Leiter Marketing/Event
081 378 84 82

Frau Anina Flüeler
Praktikantin
081 378 84 87

7050 Arosa, 2011 / fla

Weitere Informationen zu
Arosa auf www.Ausflugsziele.ch

HUBERTUS Alpin Lodge & Spa gewinnt Deutschen Tourismuspreis 2011 in der Kategorie „Sonderpreis Lifestyle“ (D)

D-Balderschwang, November 2011. Es ist das Jahr der Auszeichnungen für die HUBERTUS Alpin Lodge & Spa: Nach dem Gewinn des SENSES Wellness Awards im März 2011, der Auszeichnung mit dem European Health & Spa Award in der Kategorie „Best Hotel Spa“ im Juni 2011, wurde das HUBERTUS soeben mit dem renommierten Deutschen Tourismuspreis 2011 in der Kategorie „Sonderpreis Lifestyle“ ausgezeichnet.

Das überzeugte die Jury
Allein die geographische Lage auf 1’044 Metern über Meer im ursprünglichen Balderschwang, in der höchsten und zugleich kleinsten Gemeinde Bayerns, begeistert. „Nach dem Um- und Neubau präsentiert sich die HUBERTUS Alpin Lodge & Spa seit Ende 2010 als gelungenes Beispiel für die Integration moderner Architektur in ein traditionsreiches Hotelkonzept“, so die Juroren. Zudem hat die Jury die organische Architektur, der starke Naturbezug, der alternativ-medizinische Ansatz im Spa-Konzept sowie die gelungene Verbindung von Tradition und Moderne im Design überzeugt. Familie Traubel, vertreten durch Juniorchef Marc Traubel, nahm die Auszeichnung freudestrahlend entgegen.

Der Deutsche Tourismuspreis
Dieser zählt zu den wichtigsten Auszeichnungen in Deutschland. Seit 2005 vergibt die Deutsche Tourismusverband e.V. den renommierten Award an herausragende, zukunftsweisende, innovative und anspruchsvolle touristische Initiativen, die sich durch Kreativität und Originalität abheben. Die Schirmherrschaft trägt Ernst Burgbacher, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Beauftragter der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus.

Mehr zum Award: http://www.deutschertourismusverband.de

Weitere Informationen:
HUBERTUS Alpin Lodge & Spa
Dorf 5, D-87538 Balderschwang im Allgäu, Bayern
Telefon +49 8328 920 0
info@hotel-hubertus.de
http://www.hotel-hubertus.de

Die Renaissance des Hotel Bellevue-Terminus (CH)

Das Hotel Bellevue-Terminus wurde 1898 eröffnet und erlebte die Goldenen Zwanziger, die Anfänge des Wintertourismus in den Alpen sowie die Repressionen der Weltkriege. Seit Mai 2009 erfährt das Hotel eine Art Renaissance durch seinen neuen Eigentümer Roger Filliger. Er hat das Haus mit dem festen Willen übernommen, es wieder an die Spitze der Hotellerielandschaft zu bringen. Seine Visionen von urbanem Lifestyle, smartem Luxus und kosmopolitischem Treiben inspirieren sein Handeln.

Zwischen Mai 2011 und November 2011 wurde der Südflügel des Hauses komplett saniert. Die alten Böden wurden bis zur Balkenlage entfernt, Wände herausgebrochen und auch die alten Fenster entsorgt. Somit blieb nur noch das Skelett des über 100jährigen Bau erhalten und konnte mit zeitgemässem Innenleben gefüllt werden. Die Haustechnik und Sicherheitsanforderungen sind jetzt wieder auf dem neuesten Stand der Dinge. Der Akustik wurde unter anderem mit einem fünflagigen Bodenaufbau Rechnung getragen sowie der Wärmedämmung durch dreifach verglaste Fenster.

Aber nicht nur das Innenleben macht von sich Reden auch der Look der Zimmer. Hier wurden Elemente der Belle Epoque neu interpretiert und mit modernem Design kombiniert. Die Vorgaben des Gebäudes aus der Jahrhundertwende sind zwar Teil des gestalterischen Konzepts und doch ist nichts schwer oder verstaubt. Leuchtende Farbkonzepte in Violett, Grün, Petrol oder Sand werden von dunklem Eichenparkett getragen. Die Räume sind luftig, Raumgrenzen aufgehoben: Wohn-, Schlaf- und Badbereich gehen fliessend ineinander über. Kurz – urbaner Lifestyle mitten in der
Alpenkulisse.

Die Planung des 7,5 Millionen Projekts hat das Willisauer Architekturbüro BelEtage übernommen und in nur sieben Monaten 42 Zimmer geschaffen, die neue Massstäbe in der Innerschweizer Hotellerie setzen. Die Zimmer werden in drei Kategorien angeboten: The New Standard – Superior – Junior Suite. Besonderes Highlight ist die Top-Connection, hier geniessen Gäste die Verbindung einer Junior Suite mit einem Superior Zimmer und nutzen einen privaten Eingangsbereich als zusätzlichen Wohn- und Stauraum.

In den kommenden Jahren möchte sich der innovative Hotelier Roger Filliger weiteren Herausforderungen stellen und auch die andere Hälfte des Hauses umbauen, die hausinterne Logistik optimieren oder eine andere seiner tausend Ideen verwirklichen. An Motivation und Leidenschaft für sein Projekt scheint es ihm jedenfalls nicht zu fehlen und wir dürfen auf weitere, grossartige Vorhaben gespannt sein.

Weitere Informationen:
Hotel Bellevue-Terminus
Bahnhofplatz
CH-6390 Engelberg
+41 41 639 68 68
r.filliger@bellevue-terminus.ch
http://www.bellevue-terminus.ch

Weitere Informationen zu Engelberg auf Ausflugsziele.ch

Skischulleiter üben sich als Destinationsmanager (CH)

v.l.n.r. Riet R. Campell, Marc-Henri Duc, Kari Eggen

Belp, 19. Oktober 2011 – Vom 14.-16. Oktober 2011 trafen sich die Direktoren der Schweizer Ski und Snowboardschulen in Villars sur Ollon zum Schulleiterkurs. Zur Delegiertenversammlung kamen zusätzlich zu den rund 180 Schulleitern die Präsidenten der Kollektivmitglieder. In diesem Jahr stand am Fortbildungskurs der Skischulleiter etwas ganz Spezielles auf dem Programm: Das Destinationsmanagement-Planspiel vom Institut für Tourismuswirtschaft (ITW) Luzern

Destinationsmanagement-Planspiel als Grundlage für eine erfolgreiche Saison
Das für den Milestone nominierte Destinations-Management Planspiels ist ein vom Institut für Tourismuswirtschaft (ITW) Luzern entwickeltes und computergesteuertes Spiel, welche eine Destination mit seinen Leistungsträgern simuliert. Ziel dieses Spiels ist es, das gegenseitige Verständnis für die Herausforderungen anderer Leistungsträger, sowie eine optimale Kommunikation innerhalb einer Destination zu fördern.

Für einmal mussten die Skischulleiter in nicht ganz alltägliche Rollen schlüpfen, indem sie ein Hotel, eine Bergbahn oder eine Sport-/Event Firma zu führen hatten. Die rund 180 Schulleiter wurden auf 3 Destinationen aufgeteilt. Diese wiederum in 10 Gruppen von verschiedenen Leistungsträgern. Während eineinhalb Tagen wurden drei Geschäftsjahre simuliert. Es wurden Strategien entwickelt, verhandelt, diskutiert- manchmal gar fusioniert. Am Ende sprachen die Statistiken Bände und zeigten klar auf, welche Destination wirtschaftlich gehandelt hat und welche sich verspekuliert hat mit ihrer Strategie.

Rückblickend gesagt, war das Destinations-Management Planspiel eine tolle Erfahrung für alle Skischulleiter. Wer weiß, vielleicht wirken sich die Erkenntnisse gar auf die Bilanzen der Skischulen und Destinationen aus? Bei den mehr als 20 Ausstellern konnten die Schulleiter zudem das nötige Material für den Winter einkaufen. Seien es Produkte für das Swiss Snow Kids-Village, Swiss Snow LeagueMedaillen, Bekleidungen oder die passende Software für das Buchungsprogramm der Skischule. Die Auswahl an verschiedenen Produkten war gross.

Delegiertenversammlung
Den Delegierten konnten erfreuliche Resultate präsentiert werden. Trotz des sehr intensiven Winters mit vielen Projekten (Interskikongress in St.Anton, neue Lehrmittelserie Schneesport Schweiz, neue Ausbildungsstruktur und dem Projekt bezüglich der Markenproblematik SSSA/SSSS) ist die Bilanz des Geschäftsjahres äusserst positiv ausgefallen: Jahresbericht Swiss Snowsports 2010/2011 (PDF)

Trotz Rückstellungen konnte ein Ertragsüberschuss von CHF 45‘000 erwirtschaftet werden. Insgesamt
haben über 7‘000 aktive Schneesportlehrer rund 4 Mio. Stunden in Schweizer Ski- und
Snowboardschulen an Gäste erteilt. Trotz eines leichten Rückgangs verglichen mit dem Vorjahr, ist dies
eine gute Bilanz. 2319 Kandidaten besuchten im letzten Winter die Ausbildungsmodule von Swiss
Snowsports und über 6000 den 2-tägigen Fortbildungskurs. Als Dank für die langjährige Arbeit zugunsten
des Schneesports, wurden Berto Tanner (Kanton GR), Claude Meyer (Kanton Waadt) und Herbert
Volken (Kanton Wallis) unter großem Applaus als Ehrenmitglied von Swiss Snowsports erkoren. Nebst
den Ehrenmitgliedern wurde Paul Rubli mit einem Standing Ovation zum 50-jährigen Jubiläum geehrt.

Foto der Ehrenmitglieder
Foto Paul Rubli – Skischulleiter seit 50 Jahre

Starke Marken fordern starke Maßnahmen
Seit 2 Jahren arbeitet Swiss Snowsports mit dem Markenspezialisten Thomas Harder zusammen um die Markenproblematik der Institutionellen Marke Swiss Snowsports und der Publikumsmarke der Schweizer Ski- und Snowboardschulen zu analysieren. Gemäss den Erkenntnissen ist es wichtig, die Publikumsmarke zu stärken um von außen besser wahrgenommen zu werden. Als sofort Maßnahme wird eine eigene Webseite für die Schweizer Ski- und Snowboardschulen aufgeschaltet. (www.schweizer-skischule.ch) Zudem gibt es ein Gästemagazin speziell für die Gäste der Schweizer Skiund Snowboardschulen, sowie ein Marken-Basis Manual für die Schweizer Ski- und Snowboardschulen.

Auszeichnung für langjährige Schulleiter
Wenn 16 Schulleiter zusammengezählt 325 Jahre der Tätigkeit als Skischulleiter nachgegangen sind, dann ist das auf alle Fälle eine Auszeichnung wert. Einer dieser Schulleiter sticht besonders hervor: Paul Rubli ist bereits seit stolzen 50 Jahren Skischulleiter der Schweizer Schneesportschule Ibergeregg im Kanton Schwyz.

SWISS SNOWSPORT

Riet R. Campell, Direktor Swiss Snowsports
und Präsident der internationalen Skilehrervereinigung ISIA
riet.campell@snowsports.ch

Sarah Senn, Head of Communication Swiss Snowsports
Tel. direkt 031 810 41 14 oder sarah.senn@snowsports.ch

Gesamte Pressemitteilung herunterladen (PDF)

Schweizer Ausflugsziele im Winter auf www.Ausflugsziele.ch
Winterpauschalen Schweiz auf www.winterpauschalen.com

Der Tourismus untergräbt die nachhaltigen Ziele (CH)

Christine Plüss setzt sich für nachhaltiges Reisen ein, damit auch die einheimische Bevölkerung vom Tourismus profitiert. Im Interview mit nachhaltigleben.ch spricht sie darüber, weshalb Schweizer in den Ferien oft ungewollt Umwelt und Menschen ausbeuten und wie Touristen trotzdem mit gutem Gewissen in die Ferien gehen können.

Christine Plüss ist Geschäftsführerin vom «arbeitskreis tourismus & entwicklung», einer Schweizer Fachstelle, die sich für gerechten Tourismus engagiert und mit http://www.fairunterwegs.org ein Portal für nachhaltiges Reisen betreibt. In ihrer Arbeit beim Arbeitskreis möchte Christine Plüss die negativen Seiten des Tourismus angehen, indem sie unter anderem die Schweizer über die Probleme der Tourismusentwicklung informiert und sensibilisiert. Denn vielfach nehmen die Reisenden an, dass die lokale Bevölkerung automatisch vom Tourismus profitiert. Dass dem nicht so ist, erläutert Plüss am Beispiel von Ägypten und Tunesien: «Hier hat der Tourismus in den vergangenen zwanzig Jahren die Kluft zwischen Arm und Reich noch vergrössert». Deswegen möchte die studierte Historikerin die Urlauber ermutigen, selbst dazu beizutragen, dass die lokale Bevölkerung mehr vom Tourismus profitiert. «Sie können ein Hotel buchen, das faire Löhne bezahlt und die Umweltstandards einhält. Konkret können Sie sich direkt bei den Reiseveranstaltern über die Arbeitsbedingungen der Hotelangestellten informieren. Andere Informationen können Sie online einholen», äussert sich Plüss zur Wichtigkeit eines gut informierten Touristen, damit seine nachhaltige Reise nicht ins Wasser fällt.

Doch nicht nur die Reisenden, auch die Tourismusunternehmen werden von Christine Plüss in die Pflicht genommen. Die Reiseveranstalter haben nach Plüss ihre Angebote so auszuwählen, dass zum Beispiel auch die örtliche Fischerei davon profitiert. Dies ist dann nicht der Fall, wenn grosse Ferienanlagen am Strand den einheimischen Fischern den Zugang zu ihrer angestammten Tätigkeit verbauen. Trotz Fortschritten ortet Plüss nach wie vor Mängel, wie zum Beispiel in der Kommunikation von nachhaltigen Angeboten. «In den Katalogen wird nicht konsequent darauf hingewiesen, dass die Hotels auf ihr Umweltmanagement geprüft werden. Solche Hinweise würden jedoch viel zur Sensibilisierung im breiten Publikum beitragen», meint Christine Plüss im Interview mit dem Magazin Travelmanager.

Im Interview mit nachhaltigleben.ch spricht Christine Plüss über uns Schweizer als «privilegierter» Teil der Weltbevölkerung und darüber, wie wir Raubbau an den Ressourcen der Erde betreiben.

Wer ist Ihr ökologisches Vorbild? Und was zeichnet dieses Vorbild für Sie aus?

Vorbild für mich sind all die Menschen von Sibirien bis Feuerland, die es schaffen, ihr Leben im Einklang mit den für jeden Menschen des Planeten zur Verfügung stehenden Ressourcen zu gestalten und ihren ökologischen Footprint so gross zu halten, dass sie keinen Raubbau betreiben. Wie wir das hier in der Schweiz eben nicht tun. Wenn alle Menschen der Erde so leben würden wie wir, wären die Ressourcen von 2,8 Planeten nötig!

Wie stark hat die in den letzten Jahren zunehmende Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit Ihr Leben verändert?

Ich beschäftige mich seit 30 Jahren mit den Folgen des Tourismus für die GastgeberInnen und die Umwelt. Der Klimawandel und die damit einhergehenden Bedrohungen für die Ernährungssicherheit so vieler Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika, die selbst nichts zur bedrohlichen Erwärmung des Klimas beigetragen haben, zeigt mir die Dringlichkeit und motiviert mich, entschieden für Klimagerechtigkeit und eine gerechte globale Verteilung der kostbaren natürlichen Ressourcen einzustehen – insbesondere auch im Tourismus.

Was motiviert Sie, sich für Nachhaltigkeit einzusetzen?

Wir hier in der Schweiz, in Europa, gehören zu der «privilegierten» Weltbevölkerung, die ein Viertel ausmacht, aber drei Viertel der globalen Ressourcen konsumiert – gerade auch mit unseren oft gedankenlos unternommenen Ferienreisen. Aufgrund meiner Begegnungen und dem steten Austausch mit Menschen aus anderen Erdteilen habe ich erfahren, was es heisst, nicht zu diesen Privilegierten zu gehören. Ich arbeite dafür, dass dies KonsumentInnen und EntscheidungsträgerInnen aus Wirtschaft und Politik bewusst wird – dass Menschen überall ihre Rechte auf Lebensgrundlagen für eine würdige Existenz wahrnehmen können, insbesondere auch in Zielgebieten des Tourismus.

Für welche persönliche Öko-Sünde schämen Sie sich am meisten? Und warum begehen sie diese trotzdem?

Wenn ich Lebensmittel wegwerfen muss, weil sie verdorben sind.

Angenommen, eine nachhaltigere Gesellschaft wäre nur mit persönlichem Verzicht machbar. Auf was würden Sie verzichten?

Ich verzichte jetzt schon auf ein eigenes Auto – manchmal fehlts mir, aber gerade als Stadtbewohnerin bin ich in der Schweiz ja bestens mit dem ÖV unterwegs.

Was für ein nachhaltiges Produkt oder welche nachhaltige Dienstleistung würden Sie sich wünschen?

Insgesamt müssten für mich als Konsumentin alle Produkte und Dienstleistungen bezüglich ihrer Nachhaltigkeit transparent ausgewiesen werden. Es geht nicht an, dass wir als KonsumentInnen allein bei Bio- und Fairtrade-Produkten, die nach wie vor bloss einen Bruchteil des Marktes ausmachen, über die Nachhaltigkeit informiert werden. Ganz klar müssen auch Reise- und Ferienangebote dringend bezüglich ihrer Nachhaltigkeit ausgewiesen werden – mit transparenten Angaben, die für NormalverbraucherInnen auch verständlich sind.

Was wäre Ihr dringendster Wunsch an die Politik zur Förderung einer nachhaltigeren Gesellschaft?

Kohärenz – wenn sich die Schweiz auf internationaler Ebene auf Vorgaben zur nachhaltigen Entwicklung verpflichtet und auf nationaler Ebene eine Strategie zur Nachhaltigen Entwicklung festlegt, wie sie dies seit Jahren tut, dann müssen sich diese Verpflichtungen auch in der Politik des Bundes, der Kantone und Gemeinden niederschlagen, um überhaupt glaubhaft zu werden. Nachhaltigkeit, eine zukunftsfähige und weltverträgliche Entwicklung, müsste allen Politikgeschäften als verbindliche Leitlinie vorstehen – in der Handels- und Aussenwirtschaftspolitik ebenso wie in der Agrarpolitik im Inland und in der Migrations- und Asylpolitik im Umgang mit Menschen aus anderen Ländern. Davon sind wir in der Schweiz noch weit entfernt.

Was planen Sie persönlich in den nächsten 2 Jahren, um eine nachhaltige Entwicklung zu unterstützen?

Eine Konsumkampagne vom «arbeitskreis tourismus & entwicklung» für Reisende, damit zumindest diejenigen, die gerne anders reisen würden – gemäss neuen Marktumfragen immerhin rund ein Viertel der Schweizer Reisenden – auch effektiv nachhaltigere Angebote wählen. Dazu informieren wir, wie nachhaltige Ferienangebote effektiv auszusehen haben und wonach Reisende bei den Anbietern fragen müssen. Für Reiseanbieter haben wir bereits auf unserem Reiseportal http://www.fairunterwegs.org die Infos bereitgestellt, wie sie Unternehmensverantwortung für Menschenrechte und nachhaltige Entwicklung wahrnehmen können. Wir wollen aber auch auf politischer Ebene – zum Beispiel 2012 beim Umweltgipfel Rio+20 – die Weichen stellen. Mit qualifizierten Inputs und Beiträgen bei Entscheidungsträgern wollen wir helfen, dass die Rahmenbedingungen zu Gunsten der nachhaltigen Entwicklung gestellt werden.

Worin sehen Sie in den kommenden Jahren die grössten Herausforderungen für eine nachhaltige Entwicklung?

Klimawandel, Ernährungssicherheit und -souveränität, Respekt der Menschenrechte generell und Erreichung der von der internationalen Gemeinschaft festgesetzten Millenniumsziele (MDG). Dazu sind politische Entscheide und verbindliche Abkommen auf internationaler und nationaler Ebene ebenso nötig wie zusätzliche Mittel für die Finanzierung der neuen Aufgaben, die nicht durch die – bereits knappen – Gelder für Entwicklung berappt werden können.

Der Tourismus ist unbestritten eine der wichtigsten Wirtschaftsbranchen der Welt. Aufgrund seines rasanten Wachstums über die letzten Jahre wird der Tourismus von der UN-Welttourismusorganisation (UNWTO) und weiteren internationalen und nationalen Institutionen als die Entwicklungshoffnung schlechthin für marode Länder und Regionen gehandelt. Dies wird jedoch immer noch ohne genauere Betrachtung der Realität verkündet. Denn die Realität zeigt, wie dieser weltweit boomende Wirtschaftszweig zugleich die Ziele der internationalen Gemeinschaft untergräbt, wie die touristischen Flüge das globale Klima anheizen, wie rücksichtslose Mega-Tourismusprojekte rund um den Globus die elementarsten Menschenrechte der AnwohnerInnen auf Land, Zugang zu ihren Lebensgrundlagen und eine würdige Existenz verletzen, wie Beschäftigte im Tourismus der Ausbeutung ausgeliefert sind und wie Einheimischen in den Zielgebieten Mitsprache bei Entscheiden und Nutzen aus dem Tourismus versagt wird. Tourismus muss umfassend in kohärente Politikstrategien für eine gerechte nachhaltige Entwicklung eingebunden werden. Weiter gilt es, das Bewusstsein für die Notwendigkeit von nachhaltiger Produktion und nachhaltigem Konsum hierzulande zu schaffen und besonders im Tourismus ein entsprechendes Konsumverhalten einzuleiten und zu fördern.

Nachhaltige Lösungen haben oft ästhetische Beeinträchtigungen zur Folge, wie zum Beispiel Solarzellen im historischen Stadtbild. Wo sollte man die Grenze ziehen?

Ästhetik ist auch subjektiv und Trends unterworfen. Wenn jede ausnutzbare Dachfläche für Solarpanels genutzt wird, ist dies doch ein positives Zeichen des Aufbruchs in ein Zeitalter der erneuerbaren Energien.

Wem würden Sie selbst die letzten 11 Fragen gern stellen? Und warum?

Den Bundesräten und – nach der Wahl im Dezember – den neuen Bundesräten. Ich wäre gespannt auf ihre persönlichen und politischen Aussagen und würde sie gern regelmässig darauf überprüfen lassen – auf nachhaltigleben.ch!

Text und Interview : Lea Schwer

Kontaktdaten:

Carpe Media GmbH
nachhaltigleben.ch
Stadelhoferstrasse 26
8001 Zürich
http://www.nachhaltigleben.ch
Tel.: 0041 43 244 70 17

Medienauskünfte:

Bianca Sellnow
redaktion@nachhaltigleben.ch

Aletsch Arena (Riederalp, Bettmeralp und Fiesch-Eggishorn) bietet ihren Gästen auf den kommenden Winter einen echten Mehrwert an (CH)

Die Aletsch Arena (Riederalp, Bettmeralp und Fiesch-Eggishorn) bietet ihren Gästen auf den kommenden Winter einen echten Mehrwert an. Ab neuer Fahrplanperiode ist das GA neu auf der Zubringerbahn Mörel – Riederalp und Betten-Talstation – Bettmeralp gültig. Die Winterticketpreise bleiben aufgrund der aktuellen Wirtschaftssituation unverändert.

Gültigkeit GA SBB
Das GA ist ab dem Fahrplanwechsel auf den Zubringerbahnen Mörel-Riederalp und Betten Talstation – Bettmeralp gültig. Die Erweiterung des GA Gültigkeitsbereiches wurde durch die Verantwortlichen der Aletsch Riederalp Bahnen AG und der Bettmeralp Bahnen AG im Zuge der Verhandlungen zu den Abgeltungsbeiträgen von Bund und Kanton einvernehmlich beschlossen. Die Tourismusstationen der Aletsch Arena werden durch diese Neuerung vor allem auch für Tagestouristen noch attraktiver.

Keine Tariferhöhung der Wintersporttickets
Obwohl ursprünglich eine Erhöhung der Wintersportticketpreise beschlossen wurde, haben die Verantwortlichen der drei Bergbahnen aus dem Aletschgebiet anfangs Sommer beschlossen, die Preise für den kommenden Winter nicht anzuheben. Dies obschon eine Preiserhöhung aufgrund der hohen Investitionen (ca. CHF 40 Mio. in zwei Jahren) berechtigt gewesen wäre. Als Novuum startet der Saisonaboverkauf der Aletschbergbahnen schon am 15. Oktober 2011. Damit wollen wir gerade unseren einheimischen Gästen und den Ferienwohnungsbesitzern einen Mehrwert bieten: Das Saisonabo ist schon ab dem 1. November 2011 auf den Zubringerbahnen der Aletsch Bergbahnen gültig.

Spezielle Angebote
Aufgrund der angespannten Wirtschaftssituation haben die Verantwortlichen zusätzliche Angebote kreiert: am Samstag 14. und 21. Januar 2012 kann man in der Aletsch Arena für nur CHF 20.- (Jugendliche CHF 15.- und Kinder CHF 10.-) dem Schneesport frönen.

Mehrwert durch noch bessere Dienstleistungsqualität
Das Wirken der Aletsch Bergbahnen steht im nächsten Winter unter dem Motto: „Näher am Kunden“ Mit internen Schulungen und begleitenden Massnahmen wollen die Aletsch Bergbahnen die Qualität ihrer Dienstleistungen weiter verbessern, um die Gäste noch kompetenter bedienen zu können.

Bei Rückfragen :
Anton König, Direktor Bettmeralp Bahnen AG, 027 928 41 41
Heinz Imhasly, Direktor Fiesch Eggishorn AG, 027 971 27 00
Valentin König, Direktor Aletsch Riederalp Bahnen AG, 027 928 66 24

Weitere Informationen zu Aletsch Arena auf www.Ausflugsziele.ch

Mit nunmehr 17 Gault-Millau Punkten steigt Lenkerhof Küchenchef Jan Leimbach ein Stück höher in den Gourmet Olymp auf (CH)

Mit nunmehr 17 Gault-Millau Punkten steigt Lenkerhof Küchenchef Jan Leimbach ein Stück höher in den Gourmet Olymp auf.

Sie ist ansteckend, die Freude im jugendlichsten 5-Sterne Plus Hotel der Schweiz über den weiteren Genuss-Punkt im prestigeträchtigen Gourmet-Führer Gault-Millau. Denn nicht nur das untrügliche Bauchgefühl treuer Lenkerhof-Gäste ließen die Bewertung mit 17 Punkten erahnen, sonder auch die wiederkehrenden Gourmet-Nomaden hatten die Zahl 17 schon lange orakelt.

Nur eine Stunde von Bern entfernt und in 1.000m Höhe mit herrlichem Blick auf das Wildstrubelmassiv können Lenkerhofgäste nunmehr auf 17 Punkte-Gault-Millau Niveau aus dem täglich wechselnden à la carte Angebot ihr individuelles Menu aus bis zu 15 Gerichten zusammenstellen. Serviert werden diese meisterlichen Kreationen aus Jan Leimbachs Küche vom Team des besten Restaurantleiters der Schweiz, Christian Müller (Wirtschaftszeitschrift BILANZ). Wer dazu noch die Stimulanz der stärksten Schwefelquelle der Alpen im 2.000qm großen „7sources beauty & spa“ hautnah spüren möchte, ist im Lenkerhof goldrichtig.

Weitere Informationen erhalten Sie direkt auf http://www.lenkerhof.ch

Marianne Tschanz-Rieder
Marketing / Medien

Lenk-Simmental Tourismus AG
Tourist Center
CH-3775 Lenk im Simmental
Tel. +41 (0)33 736 35 35

Fax +41 (0)33 733 20 27

m.tschanz@lenk-simmental.ch
http://www.lenk-simmental.ch

Albulatal wird erneut für Energiepolitik ausgezeichnet (CH)

Albulatal wird erneut für Energiepolitik ausgezeichnet

Die Gemeinden im Albulatal haben heute in Bern erneut die Auszeichnung als Energiestadtregion erhalten. Damit verfügen bereits 11 der 19 Gemeinden im Parc Ela über das Label, das Gemeinden mit einer vorbildlichen Energiepolitik auszeichnet. In Zukunft könnten es gar alle Parkgemeinden sein: Auch die Gemeinden im Surses sind daran, mit einer Arbeitsgruppe das Niveau einer „Energiestadt“ anzustreben.

Ludwig Caluori, Geschäftsleiter der Allianz im Albulatal, durfte heute in Bern ein von Bundesrätin Doris Leuthard persönlich unterzeichnetes Gratulationsschreiben entgegennehmen: Bereits zum zweiten Mal haben 10 Gemeinden im Albulatal die Anforderungen für das Energiestadt-Label erfüllt, eine Auszeichnung für vorbildliche Energiepolitik.

Seit 2002 engagieren sich die Gemeinden für effiziente Energieverwendung und erneuerbare Energien. So wurden unter anderem alle Gebäude in Gemeindebesitz systematisch auf Einspar- und Optimierungspotenziale untersucht, Verkehrsberuhigungsmassnahmen wurden umgesetzt und Hemmnisse für energiesparendes Bauen aus den Baugesetzen entfernt. In Zusammenarbeit mit dem Verein Parc Ela wurde in den letzten Jahren zudem die Bevölkerung darüber informiert, wie jeder und jede selber Energie sparen oder erneuerbare Energien einsetzen kann, kürzlich mit der Durchführung eines Wettbewerbs für Solarwärmeanlagen.

Die Albulataler Gemeinden, die sich im Rahmen der Gemeindepräsidentenkonferenz „Allianz im Albulatal“ regelmässig austauschen, haben sich auch für die Zukunft ehrgeizige energiepolitische Ziele gesetzt. Im Albulatal soll den Zielsetzungen von Energie Schweiz nachgelebt werden, wonach im Tal der Verbrauch fossiler Energien bis 2020 gegenüber 2010 um 20% reduziert werden soll. Die Gemeinden haben sich zudem verpflichtet, den Einsatz von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz bei Um- und Neubauten mit Anreizen zu fördern, beispielsweise reduzierten Gebühren. Das neue kantonale Energiegesetz wollen sie gemeinsam umsetzen.

Auch ihre Vorbildfunktion nehmen die Albulataler Gemeinden wahr. So sollen die gemeindeeigenen Bauten nur noch mit Strom aus erneuerbaren Quellen betrieben werden, und es werden nur noch stromsparende Bürogeräte gemäss topten.ch angeschafft.

Vision Energiestadt Parc Ela
Auch die neun Gemeinden im Surses, welche in der „Allianza an Surses“ zusammenarbeiten, haben sich auf den Weg Richtung Energiestadt gemacht. Die Allianza-Gemeinden sind Mitglied im Verein Energiestadt geworden. Eine Arbeitsgruppe befindet sich derzeit im Aufbau. Sie soll Ziele und Massnahmen festlegen, wie auch das Surses eine vorbildliche Energiepolitik betreiben kann. Verläuft der Prozess erfolgreich, könnte der ganze Parc Ela als Energiestadt ausgezeichnet werden. Neben dem Albulatal verfügt auch die Gemeinde Davos, welche mit der Fraktion Wiesen am Parc Ela beteiligt ist, über die Auszeichnung als Energiestadt. Einzig Alvaschein ist vor einigen Jahren aus dem Energiestadt-Prozess wieder ausgestiegen.

Weitere Informationen für Medien
Ludwig Caluori, Geschäftsleiter Allianz im Albulatal, l.caluori@mittelbuenden.ch

Dieter Müller
Geschäftsleiter Parc Ela
Parc Ela Management
Hotel Julier, Viglia veia Gelgia 20, CH-7450 Tiefencastel
Tel.: +41 (0)81 508 01 13 ¦ Fax: +41 (0)81 637 00 94
Mobile: +41 (0)79 433 27 49
dieter.mueller@parc-ela.ch
www.parc-ela.ch

Weitere Informationen zum
Parc Ela auf www.Ausflugsziele.ch

Erhält Schweiz Tourismus 227 Millionen Schweizer Franken für die internationale Nachfrageförderung 2012-2015 (CH)

Schweizer Tourismus-Verband informiert: TATORT BUNDESHAUS

Schenken subventionierte Organisationen künftig weltweit Schweizer Weine aus? Erhält Schweiz Tourismus 227 Millionen Schweizer Franken für die internationale Nachfrageförderung 2012-2015 und findet STV-Präsident Dominique de Buman nun endlich Gehör für seine schon 2010 eingebrachten Forderungen nach mehr echtem Wettbewerb und fairen Preisen? Die Herbstsession der eidgenössischen Räte ist einmal mehr «Tatort» wichtiger tourismuspolitischer Entscheide.


STÄNDERAT

11.019 Botschaft über die Standortförderung 2012-2015
Der Nationalrat setzte sich in der Sommersession über den Wunsch des Bundesrates hinweg, die 20 Millionen Franken für Innotour mit Kürzungen beim Kredit von Schweiz Tourismus zu finanzieren. In einer knappen Abstimmmung (93: 83) entschied sich der Nationalrat für 195 Millionen Franken und damit den den tieferen der beiden im Rat beantragten Kredite für Schweiz Tourismus. Die vorberatende Kommission des Ständerates entschied sich hingegen angesichts der Wirtschaftslage für einen Kredit von 210 Millionen Franken. In beiden Organen war die zusätzliche Impulsförderung für 2012 von 12 Millionen Franken und die Gesetzesvorlage zu Innotour von 20 Millionen Franken unbestritten. Nachdem die Währungsproblematik in den letzten Wochen unerwartet an Dynamik gewann und sich der Franken unverhältnismäsig verteuerte einigten sich die nationalen touristischen Verbände auf kurz- und mittelfristige Massnahmen zur Stützung der Branche. Eine der Massnahmen ist die weitere Stärkung von Schweiz Tourismus und Innotour. Es liegen Anträge auf dem Tisch, den Vierjahreskredit von Schweiz Tourismus auf 227 Millionen und Innotour auf 20 Millionen Franken zu erhöhen.
Medienmitteilung vom 22.08.2011
Medienmitteilung vom 31.08.2011


10.3302 Für echten Wettbewerb und tiefere Preise
Bereits am 9.3.2010 beantragte STV-Präsident Nationalrat Dominique de Buman, dem Parlament einen Entwurf zur Änderung des Kartellgesetzes zu unterbreiten, der den Anforderungen einer gesunden und wirksamen Marktwirtschaft besser Rechnung trägt. Die Weko müsse so organisiert werden, dass sie die Aufgaben, die ihr das Gesetz überträgt, besser wahrnehmen kann, Entscheidorgane müssten unabhängiger werden, Interessengruppen dürften das Zustandekommen objektiver Entscheide nicht verhindern. Die Gesetzgebung müsse verschärft werden und an abschreckender Wirkung zulegen. Verwaltungsverfahren müssen revidiert und gestrafft werden. Im Bereich des Wettbewerbs müssten regionale oder internationale Vereinbarungen unterzeichnet werden, damit sich die Schweiz gegen die Wettbewerbsbehinderungen und -beschränkungen von aussen wehren kann. Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion, der unter den heutigen Gegebenheiten (Frankenstärke, flankierende Massnahmen) besondere Bedeutung zugemessen werden muss.


10.3820 Pflicht zum Ausschank von Schweizer Weinen in den Botschaften
Der Bundesrat wurde beauftragt, eine Weisung zu erlassen, die die Schweizer Botschaften, die diplomatischen Vertretungen der Schweiz, die Schweizer Missionen sowie die offiziellen Empfänge in der Schweiz und im Ausland dazu verpflichtet, ausschliesslich Schweizer Weine auszuschenken. Diese Weisung soll auch subventionierte Organisationen betreffen: Präsenz Schweiz, Schweiz Tourismus, Ausstellungen im Ausland, Switzerland Cheese Marketing, Agro-Marketing Suisse usw. Die Aussenpolitische Kommission beantragt den ersten Satz der Motion leicht abzuändern: Der Bundesrat wird beauftragt, eine Weisung zu erlassen, die die Schweizer Botschaften, die diplomatischen Vertretungen der Schweiz, die Schweizer Missionen sowie die offiziellen Empfänge in der Schweiz und im Ausland dazu anhält, Schweizer Produkte zu verwenden.


NATIONALRAT

10.3014 Neues System für die Erhebung der Radio- und Fernsehgebühren
Der Bundesrat wird beauftragt, eine Vorlage zur Änderung der Gebührenpflicht (geräteunabhängige Abgabe für alle Haushalte und alle Betriebe) zu erarbeiten. Vom Bundesrat wird erwartet, dass er detaillierte Kriterien für eine Befreiung aus sozialpolitischen Gründen und für die kleinen Betriebe vorlegt. In der vom Ständerat neu formulierten Motion werden kleine Gewerbe-, Fabrikations-, Dienstleistungs- und Landwirtschaftsbetriebe“ explizit von der Gebührenpflicht befreit. Der STV verfolgt das Dossier insbesondere mit dem Anliegen, privat vermietete Ferienwohnungen in die Ausnahmeliste aufnehmen zu lassen und damit einen Beitrag zur verbesserten Nutzung kalter Betten-Kapazitäten zu leisten.


10.019 Raumplanungsgesetz. Teilrevision
Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie misst der zweckmässigen und haushälterischen Nutzung des Bodens grosse Bedeutung bei und beantragt sie mit 14 zu 12 Stimmen, den Kantonen vorzuschreiben, dass sie entweder eine Mehrwertabgabe oder die Pflicht zu einem Flächenausgleich vorsehen müssen. Mit diesem neuen Raumplanungsinstrument müsste für jedes neu einer Bauzone zugewiesene Land eine Fläche mit gleicher Ausdehnung und mindestens gleicher landwirtschaftlicher Ertragsmöglichkeit der Landwirtschaftszone zugewiesen werden. Die Kantone können wählen zwischen diesem System und der Erhebung einer Abgabe, wie der Ständerat es beschlossen hat. Der STV teilt die Haltung der Kommission und ist sich der besonderen Verantwortung des Tourismus im Bereich der Raumplanung sehr bewusst.


BEIDE RÄTE, DIFFERENZBEREINIGUNG

10.109 Förderung von Bildung, Forschung und Innovation im Jahr 2012
Mit der Botschaft beantragt der Bundesrat 5185,3 Millionen Franken zur Förderung der Bildung, Forschung und Innovation (BFI) im Jahr 2012. Die Finanzbeschlüsse beinhalten alle nationalen Massnahmen in den Bereichen Berufsbildung, Hochschulen (ETH-Bereich, kantonale Universitäten, Fachhochschulen), Grundlagenforschung, angewandte Forschung und Entwicklung und Innovation. Der Bildungsbereich ist auch für den Tourismus von strategischer Bedeutung. Der STV begrüsst die Absicht, die gesetzlich vorgesehene Bundesbeteiligung von 25 % (plus 100.9 Millionen Franken) an die Berufsbildung umzusetzen.


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