Norbert Patt CEO der TITLIS Bergbahnen ist neuer Verwaltungsratspräsident der Engelberg-Titlis Tourismus AG

Norbert Patt wurde an der ersten konstituierenden Verwaltungsratssitzung der Engelberg-Titlis Tourismus AG vom 16. November 2012 zum Präsidenten gewählt. Das Vizepräsidium wird neu mit Martha Bächler besetzt.

Norbert Patt

Norbert Patt wurde im September 2012 als Nachfolger von Albert Wyler, welcher an der Generalversammlung aufgrund der Amtszeitbeschränkung von 12 Jahren seinen Rücktritt gegeben hat, in den Verwaltungsrat von Engelberg-Titlis Tourismus AG gewählt. Mit der Wahl von Norbert Patt ist fast schon traditionsgemäss der Geschäftsführer der TITLIS Bergbahnen zum Präsidenten von Engelberg-Titlis Tourismus gewählt worden. Norbert Patt ist seit dem 1. November 2010 CEO der TITLIS Bergbahnen (Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis AG). Die TITLIS Bergbahnen sind in Engelberg das grösste Tourismusunternehmen und betreiben neben dem Personentransport zudem die Berggastronomie am TITLIS. Ebenfalls gehören zur Unternehmung zwei Hotelbetriebe mit über 450 Betten und zurzeit erstellt die Tochtergesellschaft TITLIS Resort AG ein Feriendorf mit 135 Wohnungen. Eine enge Zusammenarbeit von Engelberg-Titlis Tourismus und der TITLIS Bergbahnen ist somit sicher gestellt und aufgrund der touristischen Gesamtsituation auch notwendig und sinnvoll. Der neu gewählte Präsident ist seit über 15 Jahren in der Tourismusbranche tätig und verfügt über einen Masterabschluss „Executive MBA“ der Universität St. Gallen.

Martha Bächler

Martha Bächler wurde im September 2011 in den Verwaltungsrat der Engelberg-Titlis Tourismus AG gewählt. Seit August 2010 leitet Sie die Standort Promotion in Obwalden nachdem Sie über 12 Jahre als Gemeinderätin davon zehn Jahre als Talammann von Engelberg (Gemeindepräsidentin) wirkte. Dank ihrem grossen Beziehungsnetz und ihrer ausserordentlich kundenorientierten Art ist sie über die Kantonsgrenzen hinaus bestens bekannt und vernetzt. Ihre ausgezeichneten Kontakte zur Politik und Wirtschaft sind weitere wertvolle Aspekte für die Tourismusdestination Engelberg-Titlis.

Weitere Informationen:
Norbert Patt
E-Mail: npatt@titlis.ch
Telefon: +41 41 639 50 50

Martha Bächler
E-Mail: martha.baechler@iow.ch
+41 41 660 90 66

Weitere Informationen zu Engelberg Titlis auf www.Ausflugsziele.ch

THAI wählt agoda.com zur Einführung eines Hotelbuchungsservice

THAI wählt agoda.com zur Einführung eines Hotelbuchungsservice

SINGAPUR (17. Oktober 2012) – Thai Airways International Public Company Limited und agoda.com haben die Unterzeichnung einer Vereinbarung bekannt gegeben, die Fluggästen von THAI zukünftig direkten Zugang zu weltweit mehr als 200.000 Hotels von agoda.com gibt.

Unter dem Reiter “Hotels” auf der http://www.thaiairways.com/ Homepage von THAI können Kunden von nun an Unterkünfte über agoda.com buchen, deren Seiten in 37 verschiedenen Sprachen verfügbar sind, einschließlich Englisch, Deutsch und Thai. Kunden können außerdem nach Hotelangeboten in mehr als 22.000 Reisezielen mit sofortiger Buchungsbestätigung suchen, einschließlich Städten, die in das Flugnetz von THAI eingebunden sind. Kunden von THAI können bis zu 75 % vom regulären Zimmerpreis einsparen und erhalten zudem für jeden Hotelaufenthalt Prämienpunkte von agoda.com gutgeschrieben, die jeweils zwischen 4 und 5 % des Buchungspreises ausmachen.

Robert Rosenstein, Chief Executive Officer von agoda.com kommentierte über die Vereinbarung: “Es könnte keine natürlichere Partnerschaft geben als die zwischen agoda und THAI, zwei von Asiens führenden Marken in der Reisebranche. Wir haben beide eine starke Geschäftsbasis in Thailand, sowie eine Leidenschaft für die Schaffung eines globalen Reiseprodukts von Weltklasse mit Reisezielen rund um den Erdball. Diese Partnerschaft räumt unseren Kunden bei der Online-Buchung ihrer Reisen enorme Vorteile ein.“

Währenddessen sagte Pandit Chanapai, Commercial Executive Vice President von Thai Airways International Public Company Limited: “Die Kooperation zwischen THAI und agoda.com macht das Reisen für die Kunden von THAI noch viel bequemer. Unsere Kunden können außerdem die Buchungsmaschine von agoda.com nutzen, um fantastische Hotelangeboten zu finden und diese mit sofortiger Buchungsbestätigung online zu buchen.”

Die Luftflotte von THAI umfasst gegenwärtig 90 Maschinen, die internationale und inländische Ziele auf fünf Kontinenten anfliegen, einschließlich Frankfurt, Bangkok, Hongkong, London, Los Angeles und Dubai. Das Flugnetz von THAI umfasst 70 Flugziele in 34 Ländern. THAI ist außerdem ein Gründungsmitglied der Star Alliance, die ihren Kunden im Rahmen der größten Flugnetze sdas Reisen bequemer und einfacher macht denn je.

agoda.com ist seit 2007 als Teil der Priceline Gruppe an der Nasdaq notiert (NASDAQ: PCLN) und offeriert Hotels weltweit mit einem besonders umfangreichen Angebot in Asien und mehr als 6.400 Hotels alleine in Thailand. Mit seinem einfach zu benutzenden Interface und Kundensupport in vielen Sprachen hat sich agoda.com einen Ruf für Exzellenz geschaffen und erhielt dafür dieses Jahr im Rahmen der „TravelMole and EyeforTravel Web Innovation Awards 2012“ die Auszeichnung für ‘Bevorzugte Online-Reiseseite‘ verliehen.

Für weitere Informationen über agoda.com, senden Sie bitte eine E-Mail an PR@Agoda.com.

Über THAI
Thai Airways International Public Company Limited (THAI) wurde 1960 als nationale Fluglinie Thailands aus der Taufe gehoben und verfügt heute über eine Luftflotte von 90 Maschinen, die 70 Ziele in 34 Ländern auf allen Kontinenten anfliegen und jährlich mehr als 18 Millionen Passagiere befördern. Im Juli 2012 führte THAI seinen neuen Service „THAI Smile“ ein. Der neue Service ging einher mit der Aufnahme eines neuen Flugziels, Macau, das seither zweimal täglich nonstop angeflogen wird. Der “THAI Smile”-Service kommt auch bei Binnenflügen zur Anwendung, und zwar auf den Routen Bangkok – Krabi, Bangkok -Surat Thani, Bangkok – Chiang Mai – Phuket und Bangkok – Phuket. THAI fühlt sich verpflichtet, seinen einzigartigen Ruf durch Verbesserungen in allen Aspekten seines gefeierten “Royal Orchid”-Service weiter auszubauen, damit die Flugerfahrungen unserer Passagiere in der Tat “sanft wie Seide” ausfallen.

Über Agoda Company Pte Ltd:
Agoda Company Pte Ltd (www.agoda.de) ist ein führender, in Asien ansässiger Online-Hotelreservierungsservice, der auf das Angebot der günstigsten Hotelpreise spezialisiert ist. Agoda.de ist ein Teil der Priceline Gruppe (Nasdaq:PCLN). Das Agoda-Netzwerk umfasst mehr als 200.000 Hotels weltweit. Der Mitarbeiterstab von über 1200 Fachleuten in aller Welt gewährleistet einen erstklassigen Reservierungsservice, der auf einzigartige Weise Ortskenntnisse und lokale Verbindungen kombiniert, um sowohl Geschäfts- als auch Urlaubsreisenden die besten Hotelangebote zu bieten.

Zusätzlich nehmen die Agoda-Kunden am Agoda-Prämienprogramm teil und erwerben weitere Ermäßigungen und kostenlose Aufenthalte. Ungleich anderen Programmen, die Reisende an eine einzige Kette binden, erlaubt es das Agoda- Prämienprogramm den Kunden, Prämienpunkte jederzeit bei tausenden von Hotels weltweit einzulösen. Als Mitglied der Pacific Asia Travel Association (PATA) ist es Agodas Ziel, das Reisen zu fördern, indem es für mehr Menschen leichter und zugänglicher gemacht wird

Diese Meldung wurde gesponsort von H+M MEDIA AG – Switzerland

H+M MEDIA hat sich im Tourismus Online-Marketing spezialisiert und bieten für Tourismus-Destinationen, Ausflugsziele, Freizeitangebote, Zubringer, Hotels und Gastrobetriebe mit ihren Medien grosse und weiträumige Online-Marketing-Möglichkeiten.

Zusätzlich erbringt H+M MEDIA über ihre Agenturleistungen auch Unterstützung in Markenberatung, Kommunikation, Online Marketing, Design und Internet.

Schweizer Ski- und Snowboardschulen sind bereit für den Winter

Prämierung des Innovationspreises 2012

Belp, 20. September 2012 – Vom 14.-16. September 2012 trafen sich die Direktoren der Schweizer Ski- und Snowboardschulen in Saas-Fee zum Schulleiterkurs. Im Theoriesaal und auf dem Schnee frischten die Schulleiter ihr Wissen auf und bereiteten sich bereits auf den kommenden Winter vor. An der Delegiertenversammlung vom 15. September 2012 nahmen zusätzlich zu den rund 180 Schulleitern auch die Präsidenten der Kollektivmitglieder teil.

Vorbereitungen für den Winter 2012/2013 laufen
Am 14. September trafen sich die Schulleiter aus der ganzen Schweiz in Saas-Fee. Nach der Eröffnung des Anlasses durch Karl Eggen (Präsident Swiss Snowsports) und Riet. R. Campell (Direktor Swiss Snowsports) stand am diesjährigen Schulleiterkurs die Praxis im Vordergrund. Die rund 180 anwesenden Skischulleiter frischten ihr Wissen am Samstagmorgen nicht nur theoretisch auf, sondern setzen dies unter der professionellen Führung des Swiss Snow Demo Team auf dem Gletscher von Saas-Fee auch praktisch um. Bei besten Bedingungen und strahlendem Sonnenschein wurde in verschiedenen Gruppen die Swiss Snow League, das Kundenbegleitprogramm der Schweizer Ski- und Snowboardschulen, angeschaut, vertieft und auch nach Verbesserungsmöglichkeiten für die Zukunft Ausschau gehalten. Die Schulleiter engagierten sich und leisteten einen wertvollen Beitrag zu einer stetigen Verbesserung der Swiss Snow League, welche in Zukunft vor allem unseren Gästen zugutekommt.

In der Produkteausstellung mit 27 Ausstellern hatten die Teilnehmer zudem die Möglichkeit das nötige Material für den kommenden Winter zu evaluieren und zu bestellen.

An der diesjährigen Delegiertenversammlung standen die Anpassungen an den Statuten, so wie die Änderungen bei den verschiedenen Reglemente im Vordergrund. Die vorgenommenen Neuerungen wurden von den Delegierten angenommen, ebenso die Erhöhung des Mitgliederbeitrags. Trotz einem strengen Geschäftsjahr ist man mit dem erreichten Jahresabschluss zufrieden. Die Zahl der Kursteilnehmer ging leider etwas zurück. Im Gegensatz dazu stieg die Mitgliederzahl gegenüber dem letzten Jahr erfreulicherweise an. Jahresbericht Swiss Snowsports 2011/2012 (PDF)

Prämierung des Innovationspreises 2012

Der alle zwei Jahre ausgeschriebene Innovationspreis wurde im Rahmen der Delegiertenversammlung vergeben. Insgesamt 8 Projekte wurden eingereicht. Als Siegerin ging die Schweizerische Ski- und Snowboardschule Pontresina hervor. Ihr Projekt „Kinderwelt Pontresina“ mit einem neuen Übungsgelände, einem Snowli-Restaurant und vielen kindergerechten Einrichtungen überzeugte die Fachjury. Die Schweizerh Ski- und Snowboardschule St. Moritz belegte mit dem Projekt „CROWland“, einem Programm im Bereich Freestyle, den zweiten Rang. Auf dem dritten Platz wurde die Schweizer Ski- und Snowboardschule Sion geehrt, welche mitten in der Stadt Sion ein Gelände für den Schneesport betreibt und mit „Race Event Junior“ einen aktiven Beitrag zur Förderung des Nachwuchses im Schneesport leistet.

Gesamte Pressemitteilung zum downloaden
Deutsch (PDF)
Français (PDF)

Weitere Informationen
SWISS SNOWSPORTS

Riet R. Campell,
Direktor Swiss Snowsports und
Präsident der internationalen Skilehrervereinigung ISIA
riet.campell@snowsports.ch

Anouk Spiess, Assistant Marketing/Communication
Tel. direkt 031 810 41 14 oder anouk.spiess@snowsports.ch

Adrian Bühlmann wird Tourismusdirektor in Savognin

19. September 2012, Savognin *** Der 41-jährige Luzerner tritt die Nachfolge von Markus Comploj per Ende Jahr an.

Adrian Bühlmann ist Tourismusfachmann und Absolvent der Höheren Fachschule für Tourismus in Luzern (Hochschule Luzern – Wirtschaft) sowie diplomierter Bergführer. Durch seine langjährige Tätigkeit bei einer grossen Schweizer Bergsportschule kennt er die Anforderungen an Sportdestinationen im In- und Ausland aus Kundensicht sehr gut. Der Luzerner verfügt zudem über langjährige kaufmännische und betriebswirt-schaftliche Erfahrung bei einer renommierten Schweizer Nonprofit-Organisation mit internationalem Wirkungsfeld. Marketing- und Verkaufserfahrung hat er sich ur-sprünglich in der Sportartikel-Handelsbranche angeeignet.

Mit Herrn Bühlmann wählten wir einen ausgewiesenen Tourismuspraktiker mit einem gut gefüllten theoretischen Rucksack sowie einer reifen Persönlichkeit mit der not-wendigen Lebenserfahrung zum Nachfolger von Tourismusdirektor Markus Comploj. Wir sind der festen Überzeugung, dass Herr Bühlmann den von Markus Comploj vor-gespurten Weg weiterverfolgen wird, in einer für den Tourismus schwierigen Zeit neue Impulse setzen kann und er das Team von Savognin Tourismus im Surses si-cher und zielstrebig durch die anstehenden Herausforderungen führen wird.

Wir heissen den neuen Direktor in Savognin herzlich willkommen und wünschen Ihm alles Gute sowie viel Erfolg in seinem neuen Amt. Gleichzeitig danken wir dem abtre-tenden Direktor Markus Comploj für seine hervorragende Arbeit und sein Engage-ment in den letzten Jahren zu Gunsten unserer Ferienregion.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen gerne zur Verfügung:

Patric Vincenz, Präsident
Touristischer Gemeindezweckverband Surses
CH-7460 Savognin
patric.vincenz@savognin-gr.ch

Daniel Steiner, Präsident
Savognin Tourismus im Surses
CH-7460 Savognin
dani.steiner@me.com

Adrian Bühlmann
adrian.buehlmann@gmx.ch

Weitere Informationen zu Savognin auf www.Ausflugsziele.ch

Sommerpauschalen Savognin
Winterpauschalen Savognin

Die 80. Generalversammlung des Schweizer Tourismus-Verbands fand auf der Grimsel statt. (CH)

Die 80. Generalversammlung des Schweizer Tourismus-Verbands fand am Donnerstag, 30. August 2012 auf der Grimsel statt.

«Krisen sind Herausforderungen» sagte Nationalrat Dominique de Buman, Präsident des Schweizer Tourismus-Verbandes, in seiner kämpferischen Rede an der Generalversammlung des STV. Nicht Gleichgültigkeit und Resignation, nicht Lamentieren über Wechselkurse und Politik, sondern Kreativität, Mehrwerte für den Gast und der Wille zur Kooperation seien der Schlüssel zum Erfolg der touristischen Branchen, führte er vor den Spitzen der Schweizer Tourismuswirtschaft aus. Mit der Verordnung des Bundesrates zur Zweitwohnungsinitiative zeigte er sich zufrieden.

Unterlagen zur Generalversammlung
Medienmitteilung
Dominique de Buman, Präsident STV
Dr. Gianni Biasiutti, CEO Kraftwerke Oberhasli AG
Teilnehmerliste

Weitere Informationen erhalten Sie direkt auf www.swisstourfed.ch

Schweizer Tourismus-Verband
Finkenhubelweg 11
Postfach 8275
3001 Bern

Tel. 031 307 47 47
Fax 031 307 47 48
info@swisstourfed.ch

Weitere Informationen zur Grimselwelt im Sommer auf www.Ausflugsziele.ch

Weite, wunderschöne Grimselwelt

Weiterer Meilenstein in der Aletsch Arena -Gründung der Aletsch Arena AG

Weiterer Meilenstein in der Aletsch Arena -Gründung der Aletsch Arena AG

Am 7. August 2012 wurde die Aletsch Arena AG auf dem Bettmerhorn gegründet. Damit wird der bis dato existierende Marketingpool Aletsch Arena in eine neue, zeitgemässe Rechtsform überführt. Mit diesem Schritt beabsichtigen die Verantwortlichen der Aletsch Arena ihre Strukturen weiter zu professionalisieren und die zur Verfügung stehenden Mittel noch effizienter einzusetzen.

Auf Initiative der drei Bergbahnunternehmungen (Aletsch Riederalp Bahnen AG, Bettmeralp Bahnen AG, Luftseilbahnen Fiesch-Eggishorn) vermarkten sich seit dem 1.1.2009 die Bergbahnen sowie die drei Tourismusorganisationen der Riederalp, Bettmeralp und Fiesch-Eggishorn gemeinsam im Marketingpool Aletsch Arena. In dieser Zeit wurde vor allem vom operativen Team wertvolle Aufbauarbeit geleistet und die Aletsch Arena in der bisherigen Form genoss eine breite Akzeptanz unter den touristischen Leistungsträgern.

Die Aletsch Arena funktionierte bis dato im Sinne einer Projektorganisation. Unter der operativen Führung von Monika Gottsponer (Marketing Bettmeralp Bahnen AG) wurden wöchentlich die anstehenden Arbeiten und Pendenzen an die einzelnen Mitglieder verteilt und kontrolliert. Da die operativen Aletsch Arena Team Mitglieder bei einer der drei Bergbahnen bzw. Tourismusorganisationen angestellt sind, konnte kostenseitig sehr schlank agiert werden und daher das gesamte Marketingbudget auf dem Markt verwendet werden.

Diese Arbeitsstruktur stösst organisatorisch und personell auf Grenzen. Im Sinne einer weiteren Professionalisierung und Verbesserung haben die Verantwortlichen beschlossen die heutige Aletsch Arena, welche als einfache Gesellschaft organisiert ist, in eine AG zu überführen. Gleichzeitig wird das Budget der Aletsch Arena AG auf ca. CHF 1.2 Mio erhöht. Die zu erfüllenden Aufgaben sind mit den Vertragspartnern im Leistungsauftrag geregelt.

Die entsprechenden formellen Beschlüsse wurden in den einzelnen Institutionen in den letzten Wochen gefällt. Dieser Schulterschuss geht mit dem Näherrücken der beiden Bergbahnunternehmungen Bettmeralp Bahnen AG und Aletsch Riederalp Bahnen AG, welche operativ unter einer gemeinsamen operativen Führung ab der kommenden Wintersaison starten wird, einher.

Der Verwaltungsrat der Aletsch Arena AG besteht aus 9 Mitgliedern. Dabei werden jeweils drei VR-Miglieder pro Station gestellt, wobei die Bergbahnen jeweils Anspruch auf zwei Sitze haben. Präsident der neuen Aktiengesellschaft wird Albert Bass, VR-Präsident der Aletsch Riederalp Bahnen AG. Die Aletsch Arena AG will die operative Führung der neuen Gesellschaft in die Hände eines ausgewiesenen Marketing-und Verkaufsprofis legen. Daher soll die Stelle des CEO der Aletsch Arena AG in den nächsten Tagen ausgeschrieben werden.

Siehe Beilage Kooperationsmodell (PDF)

Pressemitteilung zum downloaden (PDF)

Weitere Informationen:
Aletsch Arena,
der Präsident Albert Bass,
Tel. +41 79 220 12 34

Aletsch Arena,
c/o Bettmeralp Bahnen AG,
Monika Gottsponer,
Postfach 4,
CH – 3992 Bettmeralp
Tel: +41 79 488 02 64
m.gottsponer@bettmeralp.ch,
http://www.aletscharena.ch

Weitere Informationen zur Aletsch Arena auf www.Ausflugsziele.ch

Sommerpauschalen Aletsch Arena

Solides Halbjahresergebnis der Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis AG

Titlis - mehr als eine Bergfahrt

Halbjahresbericht per 30. April 2012
Die Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis AG erwirtschafteten im Winter 11/12 mit einem konsolidierten Ertrag von CHF 27.7 Mio. ein solides Halbjahresergebnis. Der Ertrag der Ge¬samtunternehmung liegt 12% unter dem Vorjahr, jedoch nur knapp unter dem Winter 09/10 und ist somit das drittbeste Halbjahresergebnis.

Winterhalbjahr 1. November 2011 – 30. April 2012
Im Winter 11/12 sank der Umsatz der Bahnen um 11% auf CHF 18.0 Mio. und die Restau¬rants am Berg erwirtschafteten mit CHF 6.8 Mio. Umsatz ein Minus von 12 %. Der späte Winteranfang, Sturm-und Schlechtwettertage mit zahlreichen Betriebsunterbrüchen und -stillständen sowie die extreme Kälte Anfang Februar haben ihre Spuren hinterlassen. Bei der Beherbergung ging der Umsatz um 20% auf CHF 1.5 Mio. zurück. Der Rückgang der Logiernächte im Berghotel Trübsee mit einem Minus von 5% hält sich in Grenzen, das Hotel Terrace verzeichnete 14.5% weniger Übernachtungen. Ein Hauptgrund für diesen Rückgang ist der starke Schweizer Franken und somit das Ausbleiben vieler europäischen Gäste, vor allem aus Deutschland; dies trotz Angeboten mit einem Euro-Fixum von 1.35. Das Gruppen¬geschäft aus Fernost entwickelt sich nach wie vor erfreulich. Hier haben wir das Rekorder¬gebnis des Winter 10/11 um 5% verpasst, liegen jedoch 34% über dem 5-Jahresdurch¬schnitt.

Mit dem wachsenden Markt im Sommer ist das Geschäftsjahr der Bergbahnen Engelberg¬Trübsee-Titlis AG marginal von der Saisonalität geprägt. Mittlerweile werden rund 50% des Betriebsertrages im Sommer generiert. Der Personal-und Sachaufwand unterliegt hingegen einer stärkeren Saisonalität und belastet das Winterhalbjahr zu rund 60%. Der Personalauf¬wand reduzierte sich um CHF 0.1 Mio. resp. 1% gegenüber Vorjahr. Aufgrund des verzöger¬ten Saisonbeginns konnten im Bereich Gastronomie Überstunden und Ferien abgebaut wer¬den. Im Gastro-und Hotelbereich wurden weitere Anpassungen an die Änderungen im LGAV, gültig ab 1.1.2012, gemacht, was zukünftig zu einer Erhöhung der Personalkosten führen wird. Der sonstige Betriebsaufwand konnte um 6% respektive CHF 0.4 Mio. reduziert werden. Ebenfalls aufgrund des verzögerten Saisonbeginns sowie der intensiven Schneefäl¬le konnten Energie und Verbrauchsstoffe eingespart werden.

Der EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) liegt mit CHF 8.3 Mio. rund 26% unter der Vergleichsperiode im Vorjahr. Mit einem EBIT von CHF 4.5 Mio. erreichen die Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis AG eine EBIT-Marge von 16%. Die Abschreibungen erfolgen linear auf die Nutzungsdauer je Anlage. Die Zinsaufwendungen, welche zeitlich ab¬gegrenzt wurden, vermindern sich aufgrund des derzeit tiefen Zinsniveaus. Das Gruppener¬gebnis des Winterhalbjahres beträgt CHF 3.5 Mio.

Laufende Investitionsprojekte
In der Berichtsperiode wurden rund CHF 5.4 Mio. in Sachanlagen investiert. Die wesentlichs¬ten Investitionen waren die Tiefbauarbeiten des Titlis Resort im Rahmen von CHF 3.4 Mio., die Anschaffung eines neuen Pistenfahrzeug von CHF 0.5 Mio., der Ersatz der Heizanlage des Hotel Terrace von CHF 0.5 Mio. sowie der Ausbau und die Umsetzung von Brand¬schutzmassnahmen im Berghotel Trübsee von CHF 0.4 Mio.

Aufgrund des soliden Ergebnisses konnten in der Berichtsperiode CHF 2.2 Mio. an Festen Vorschüssen zurückbezahlt werden. An die neue Betreibergesellschaft der Bergbahnen Mei¬ringen Hasliberg wurde ein kurzfristiges Darlehen gewährt; dies im Kontext des Projekts Schneeparadies. Zur Sicherung der Wasserversorgung auf Trübsee wurde im 2011 eine einfache Gesellschaft gegründet. Die Baukosten werden zu 2/3 von den Bergbahnen Engel-berg-Trübsee-Titlis AG mittels einem Darlehen von CHF 0.7 Mio. vorfinanziert. Die kurzfristi¬gen Verbindlichkeiten haben sich aufgrund der ausstehenden Zahlung an die Verrechnungs¬steuer sowie Mehrwertsteuer um CHF 3.1 Mio. auf CHF 5.1 Mio. erhöht. Der Eigenkapitalan¬teil bleibt mit 56% konstant.

Guter Start in die Sommersaison 2012
Das Rekordergebnis vom Mai 2011 konnte im Mai 2012 egalisiert werden. Zu diesem sehr guten Resultat hat vor allem die erfreuliche Entwicklung des Gruppengeschäftes aus unse¬ren asiatischen Stammmärkten beigetragen. Aufgrund von Rückmeldungen aus unseren Hauptmärkten gehen wir davon aus, dass wir nicht ein Rekordjahr, jedoch ein sehr erfreuli¬ches Jahresergebnis 2011 / 2012 erwirtschaften und präsentieren können.

2012 Titlis Halbjahresabschluss (PDF)

Dr. Hans Hess Norbert Patt
Verwaltungsratspräsident Geschäftsführer
Engelberg, 18. Juni 2012

Weitere Informationen zu Titlis auf www.Ausflugsziele.ch

Schweiz Tourismus ernennt neuen Markleiter für Belgien und Luxemburg.

Für den Schweizer Tourismus spielen Belgien und Luxemburg innerhalb der internationalen Herkunftsmärkte eine wichtige Rolle. Schweiz Tourismus hat Angelo Brazerol zum neuen Marktleiter für die beiden Länder ernannt, um die umfassende Marktbearbeitung vor Ort fortführen zu können.

Gemessen an den Schweizer Hotellogiernächten reihen sich Belgien und Luxemburg auf dem sechsten Rang der europäischen Auslandsmärkte ein (nach Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Italien und den Niederlanden)*. Die beiden wichtigen Märkte werden von der ST-Vertretung in Brüssel aus umfassend bearbeitet.

Mit Angelo Brazerol (49) ernennt ST einen langjährigen Mitarbeiter und ausgewiesenen Fachmann zum neuen Marktleiter Belgien und Luxemburg, der die unterschiedlichsten Facetten des Schweizer Tourismus kennt: Angelo Brazerol war unter anderem für die Verkaufsförderung der Rothornbahn und Scalottas AG in der Lenzerheide und als Concierge im Parkhotel Beausite in Wengen tätig, bevor er 1984 zu Schweiz Tourismus wechselte. Seine Stationen bei ST reichen von London (mit Aufgaben im Bahnfahrkarten- und Reisebüroinformationsbereich) über Amsterdam (Leiter Kundeninformation), Rom (Leiter Medienarbeit Mittel- und Süditalien) und Mailand (Leiter Medienarbeit Norditalien) bis nach München, wo er seit 1999 als District Manager Bayern tätig war.

Angelo Brazerol startet am 1. Juli 2012 in Brüssel und tritt damit die Nachfolge von Ivan Breiter an, der ab dem 1. Juni 2012 für Schweiz Tourismus in Singapur als Marktleiter Südostasien im Einsatz sein wird.

* Datenquelle: Beherbergungsstatistik 2011, Bundesamt für Statistik BFS

Weitere Informationen erhalten Sie auf stnet.ch

© 2012 Herausgegeben von Schweiz Tourismus, Tödistrasse 7, CH-8027 Zürich

Ist die Nachhaltigkeits-Charta ein Papiertiger?

Was tun die 26 Unterzeichner der Nachhaltigkeits-Charta für den Schweizer Tourismus? Der Schweizer Tourismus-Verband (STV) wollte es wissen und befragte die beteiligten Tourismusorganisationen. Das Resultat ist: Zwei Drittel der Unterzeichner zeigen Biss.

Die 26 Tourismusorganisationen und –verbände waren kreativ und entwickelten verschiedene Lösungen, wie sich Nachhaltigkeit im Tourismus umsetzen lässt.

Neue Angebote für Touristen:
Sie können touristische Dienstleistungen nach Umweltkriterien aussuchen, den CO2-Ausstoss ihrer Übernachtung kompensieren, naturnahe Angebote buchen oder sich in der Broschüre «mobil & ökologisch» informieren, welche Wintersportorte wie gut mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen sind.

Massnahmen, um Mitglieder zu sensibilisieren:
Die wichtigste Massnahme ist die bevorzugte Nennung von zertifizierten Partnern in der Tourismuskommunikation. Viele Organisationen bedienen sich klassischer Informationsinstrumente wie Nachhaltigkeitsberichte und -newsletters, Broschüren, Plattformen oder Informationen über Nachhaltigkeitslabels im Tourismus.

Massnahmen im Betrieb und für Mitarbeitende:
Hier stehen Audits, Umweltbilanzen oder Umweltmanagementsysteme im Vordergrund sowie Mitarbeiterschulungen.

Weitere neue Angebote bei Dritten:
Die Hochschule Luzern entwickelte eine Managementweiterbildung (CAS) «Nachhaltigkeit im Tourismus». Das Projekt «Nachhaltigkeitsmanagement in Destinationen» zeigt den Destinationen, wie Nachhaltigkeit umgesetzt werden kann.

Zwei Drittel zeigen Biss
Zwei Drittel der 26 Organisationen haben die nachhaltige Entwicklung in ihren strategischen Zielen verankert und werden Ende 2012 mit einem Umwelt- oder Nachhaltigkeitslabel ausgezeichnet sein.

Nachhaltigkeit ist nicht «sexy»
Der STV fragte die Unterzeichner auch, was die Umsetzung der Charta erschwert. Am häufigsten genannt wurden:

  • fehlender Einfluss auf touristische Betriebe und Touroperators,
  • der Leistungsauftrag der Organisation umfasst nur die Tourismuspromotion,
  • Nachhaltigkeit ist nicht «sexy» für das Marketing.

Wie weiter?
Damit der Tourismus seine Nachhaltigkeits-Ziele erfüllen kann und für die Zukunft gerüstet ist, empfiehlt der STV:

  • Kantone und Gemeinden sollen in ihren Leistungsaufträgen für die Tourismusorganisationen Nachhaltigkeitsziele integrieren.
  • Thematische Veranstaltungen zu Aspekten der Nachhaltigkeit anbieten, um ihre Komplexität zu reduzieren: Mobilität, Grossveranstaltungen, Bildung, Angebotsgestaltung, regionale Entwicklung etc.
  • Stärkere Ausrichtung von Massnahmen auf die verschiedenen Akteure im Tourismus: Destinationen, Branchen, Anbieter, Verbände, Gemeinden.
  • Bereitschaft, sich in Kommunikation und Marketing mit der Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen und konsequent in allen Massnahmen einzusetzen.

Stand der Charta 2011 (PDF)

Weitere Informationen
Schweizer Tourismus-Verband
Mila Trombitas
Stv. Direktorin
Tel. 031 307 47 47
mila.trombitas@swisstourfed.ch

Sechzig Studierende der HFT Luzern erforschten Kambodscha

Gruppenbild 1 in Sambor Prei Kuk bei Kampong Thom (c) Michael Scholten

Von der Kriegszone zum Touristenparadies

Von Michael Scholten

In weniger als 20 Jahren hat sich Kambodscha von einem der gefährlichsten Kriegsländer zu einem friedlichen Touristenparadies mit jährlich 2,5 Millionen Besuchern entwickelt. Dieses kleine Wunder allein macht das südostasiatische Königreich zu einem höchst interessanten Forschungsobjekt für Tourismus- und Wirtschaftsexperten. 60 Studentinnen und Studenten der Höheren Fachschule für Tourismus (HFT) in Luzern verbrachten jetzt zehn Tage in der Touristenhochburg Siem Reap und in der Hauptstadt Phnom Penh, um mehr über Kambodschas erfolgreichen Image-Wandel und allen damit verbundenen Vorteilen und Gefahren herauszufinden.

„Die kulturellen, gesellschaftlichen und historisch zum Teil dramatischen Ereignisse Kambodschas bieten unseren Studierenden ein weites Feld für ihre Recherchen und somit beste Voraussetzungen für ein Intensivseminar”, sagt René Zeier, Leiter der HFT. „Hinzu kommen eine gute Infrastruktur sowie viele einheimische und zugewanderte Experten, die uns als hochkarätige Referenten unterstützen und unseren Blick auf den Tourismus in ganz Südostasien schärfen können.”

Wie schon das erste Seminar im Jahr 2011, wurde auch die zweite Exkursion von der Schweizer Agentur Lolei Travel organisiert. Sie wurde vor 15 Jahren vom Schweizer Staatsbürger Peter Lietz gegründet und wird heute von seiner kambodschanischen Ehefrau Makara Lietz-Ren und dem Schweizer General Manager Sven Zika geleitet. Lolei Travel kooperierte mit dem Schweizer Reiseanbieter „Kambodscha direkt”, dessen Gründer Andy Kuhn das Königreich wegen seiner „Ursprünglichkeit und weltberühmten Sehenswürdigkeiten” schätzt, aber zugleich auch „Schwachpunkte” sieht, „die es für Studierende umso interessanter macht, das Hotel zu verlassen und dieses Land und seine Kultur zu erforschen.”

Die Schweizer Gäste verwandelten das Hotel Raffles Grand d’Angkor einen Tag lang in einen noblen Hörsaal und lauschten den Vorträgen diverser Geschäftsleute, Geistlicher, Journalisten und Künstler. Darunter waren der Franzose Alan Brun, Geschäftsführer der Organisation Artisans d’Angkor, die seit Jahren erfolgreich das kambodschanische Kunsthandwerk pflegt und vor allem benachteiligten Familien Ausbildung und Aufträge gibt. Mönche des Klosters Wat Damnak brachten den Studierenden die Ideale des Buddhismus nahe, Tänzerinnen der Apsara Schule in Siem Reap führten die tausend Jahre alte Ballettkunst des Khmer-Reiches vor. Der Schweizer Auswanderer Paul Wallimann präsentierte sein Restaurant Haven in Siem Reap, in dem er und seine Frau Sara jungen Erwachsenen, die in Waisenhäusern groß geworden sind, eine Ausbildung zum Koch oder Kellner ermöglichen.

Der Schweizer Honorarkonsul Pierre Tami hieß seine jungen Landleute in Kambodscha willkommen und nannte es „noch immer eines der besten Länder, um sich dort niederzulassen”, weil die Gründung eines eigenen Betriebes oder einer unabhängigen Hilfsorganisation „sehr viel leichter möglich” sei „als in anderen asiatischen Ländern”. Allerdings sind die Bilanzen ausbaufähig: 15.000 Schweizer Touristen besuchen Kambodscha pro Jahr, 250 („davon zwei im Gefängnis”) sind mit festem Wohnsitz in Kambodscha registriert und arbeiten für Hilfsorganisationen, in der Tourismusindustrie oder sind bereits pensioniert.

Die Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern sind erst ein halbes Jahrhundert jung und noch nicht besonders umfangreich: Kambodscha importiert aus der Schweiz pro Jahr Waren im Wert von circa 5 Millionen US-Dollar, vorwiegend Medikamente, die Schweiz kauft aus Kambodscha jedes Jahr Waren im Wert von circa 36 Millionen US-Dollar, vorwiegend Jeans-Hosen, Hemden, Schuhe und Regenschirme. Während das Unternehmen Nestlé sein Werk in Phnom Penh vor wenigen Jahren wieder schließen musste, weil oft die gleichen Produkte aus Thailand nach Kambodscha geschmuggelt und günstiger angeboten wurden, plant der Schweizer Luxusuhrenhersteller Rolex für 2013 eine neue Niederlassung in Kambodscha. Auch der Aufzug-Hersteller Schindler wirft ein Auge auf Kambodscha, seit vor allem in der Hauptstadt Phnom Penh die Zahl der Hochhäuser stetig wächst.

Aktuell sind die Schweizer im Königreich vor allem als großzügige Spender bekannt: Circa 20 Millionen US-Dollar Spenden sammelt Dr. Beat Richner, „Schweizer des Jahres 2003” jedes Jahr für seine Kinderkrankenhäuser in Phnom Penh und Siem Reap, in denen Kinder bis 15 Jahren kostenfrei behandelt werden. Eine weitere Spende von 2 Millionen US-Dollar floss vor wenigen Jahren in die Restaurierung der beeindruckenden Tempelanlage von Banteay Srei, circa 25 Kilometer vom Weltkulturerbe Angkor Wat entfernt.

Nach Pierre Tamis Angaben will die kambodschanische Regierung im Jahr 2020 bis zu sieben Millionen Touristen empfangen. Um dieses große Ziel zu erreichen, seien jedoch viele tausend Fachkräfte nötig, an denen es dem Land aktuell mangelt. „Viele sehen den Ökotourismus in unerschlossenen Provinzen wie Rattanakiri und Mondulkiri als Schlüssel zum Erfolg, aber wir können die Touristen nicht einfach mit Fallschirmen über Dschungelgebieten abwerfen, wenn es dort keine Infrastruktur und keine Unterkünfte mit geschultem Personal gibt”, warnte der Honorarkonsul. Umso wichtiger sei der baldige Aufbau von internationalen Akademien für Tourismus und Gastronomie, in denen – auch mit ausländischer Hilfe – zukünftige Chefköche, Rezeptionisten, Kellner und Zimmermädchen ausgebildet werden.

Das Sightseeing-Programm der HFT Luzern umfasste die Klassiker wie Angkor Wat, den für seine überdimensionalen Buddha-Gesichter berühmten Tempel Bayon und den vom Dschungel überwachsenen Ta Prohm sowie eine halbtägige Bootstour auf dem Tonle Sap See zum urigen Fischerdorf Kampong Kleang. Einige Gruppen, die sich mit kritischen Themen wie der Landminenproblematik oder dem Grenzkonflikt Kambodschas mit Thailand auseinandersetzten, besuchten auch den abgelegenen Dschungeltempel Beng Mealea und den vor einem Jahr blutig umkämpften Bergtempel Preah Vihear.

Bei der Besichtigung von Phnom Penh wurden auch Orte wie das ehemalige Foltergefängnis „S-21” oder die Killing Fields von Choeung Ek nicht ausgespart, auf denen die Roten Khmer unter Diktotor Pol Pot bis zu 17.000 Menschen hinrichteten. „Wir wollten die dunkle Seite der kambodschanischen Geschichte nicht aussparen”, sagt Seminarleiter Manfred Ritschard, der die Studierenden mit vier weiteren Dozenten der HFT auf vielen Exkursionen begleitete. „Tourism in Siem Reap und Phnom Penh bedeutet eben nicht nur faszinierende Tempel und luxuriöse Wellness Hotels, sondern auch eine emotionale Begegnung mit den Spuren von Völkermord und Bürgerkrieg.”

Nach einer Woche stellten die 60 Studierenden die Ergebnisse ihrer Arbeit im deutsch-kambodschanischen Kulturzentrum Meta House des Berliner Filmemachers Nico Mesterharm vor. Als vorherrschende Meinung kam dabei zum Vorschein: „Reisende sollten Kambodscha nicht weiterhin als kleines Anhängsel an einen Thailand- oder Vietnam-Urlaub betrachten, sondern zwei bis drei Wochen einplanen, um die vielen verborgenen Schätze des Landes jenseits von Angkor Wat würdigen zu können.”

Die Gruppen empfahlen Trekkingtouren in den vielfältigen Nationalparks, forderten aber eine bessere Ausbildung für die dortigen Ranger. „Unser Guide sprach kein Englisch, wodurch der Informationswert auf null sank”, beschwerte sich ein Student. „Noch schlimmer: Wir fanden Spuren von illegalem Holzschlag und Wildereien, die offenbar von den Rangern selbst begangen werden, weil sie von ihrem 50-Dollar-Gehalt nicht überleben können.”

Viele Studierende verloren ihr Herz an die 430 Kilometer lange Küste Kambodschas, die an den Golf von Thailand grenzt. Sie rieten zu günstigen Strand- und Tauchurlauben im touristisch bereits erschlossenen Sihanoukville, zu kaum finanzierbaren Luxusaufenthalten im gerade eröffneten Song Saa Island Resort oder zu „Natur pur” in den abgelegenen Mangrovenwäldern der Provinz Koh Kong.

„Der Süden des Landes bietet für jeden Urlauber etwas, aber leider weiß das kaum jemand”, betonten die Studierenden in ihren Vorträgen und kritisierten, dass es Kambodscha sowohl in der Schweiz als auch in den meisten anderen Ländern an einer offiziellen Tourismusvertretung fehle. „Andernfalls wären mehr Reisende über die erstklassigen Wellness Hotels oder Tauchtouren informiert, die der Konkurrenz aus Thailand in nichts nachstehen, aber in vielen Fällen deutlich günstiger sind.”

Einige Studentinnen suchten in Kambodscha nach Meditations- und Yoga-Angeboten, fanden aber weniger als eine Handvoll. „Wer einige Tage und Nächte durchgehend in einem Kloster oder in einem Ashram verbringen möchte, muss leider nach Sri Lanka, Laos oder Myanmar ausweichen, weil es in Kambodscha keine Angebote gibt”, lautete das Fazit der Gruppe, die auch gleich eine Erklärung lieferte: „Die Roten Khmer töteten viele Mönche und zerstörten ihre Klöster. Weil es statt der damals 50.000 Mönche heute nur noch circa 3000 Mönche in Kambodscha gibt, ist der Buddhismus nicht mehr so tief in der Gesellschaft verwurzelt wie zum Beispiel im Nachbarland Laos.”

Golfspieler können sich in Zukunft auf so manchen guten Abschlag in Kambodscha freuen. Die aktuell wenigen Plätze in Siem Reap und Phnom Penh, die internationalen Standards gerecht werden, sollen in naher Zukunft um zehn weitere ergänzt werden, von denen sich bereits drei Plätze im Bau befinden. „Der Anreiz, neue Spieler ins Land zu holen, ist für Agenturen in Kambodscha und auch im Ausland groß”, ermittelten die Studenten. „Immerhin zahlen die Betreiber der Golfplätze aktuell bis zu 20 Prozent Kommission für die erfolgreiche Vermittlung von Golfurlaubern, die bislang eher Thailand als Destination gewählt hatten.”

Die HFT Luzern brachte eine weitere gute Nachricht für Sportler in Erfahrung: Die japanischen Organisatoren des jeweils Anfang Dezember ausgerichteten Benefiz-Halbmarathons rund um Angkor arbeiten fieberhaft an einem „echten” Marathon, der mehr als 42 Kilometer an den historischen Tempeln entlangführen soll. Ein Grund mehr für Spitzensportler, Kambodscha künftig einen Besuch abzustatten.

Mit dem Abschied von Phnom Penh, den die Studierenden und ihre Dozenten mit einer Dinner Cruise auf dem Mekong feierten, ging das Versprechen einher, im Jahr 2013 erneut Kambodscha zu bereisen. „Ja, wir wollen mit 60 Studenten den nächsten Jahrgangs zurückkehren”, bestätigt Seminarleiter Manfred Ritschard. „Dies umso mehr, als wir dann den 50. Jahrestag der Handelsbeziehungen zwischen Kambodscha und der Schweiz feiern können. Unser Honorarkonsul Pierre Tami hat uns um Unterstützung gebeten, und die HFT Luzern empfindet es als Freude und Ehre, viele der damit verbundenen Reisen und Feierlichkeiten mitorganisieren zu können.”

Informationen über Kambodscha

Kambodscha ist ungefähr viereinhalb mal so groß wie die Schweiz und grenzt an Vietnam, Laos, Thailand und im Süden an den Golf von Thailand. Das südostasiatische Königreich hat 14 Millionen Einwohner. Rund 95 Prozent bekennen sich zum Theravada-Buddhismus. Staatsoberhaupt der konstitutionellen Monarchie mit einer gewählten Regierung ist Ministerpräsident Hun Sen, König Norodom Sihamoni erfüllt vorwiegend repräsentative Aufgaben. Das jährliche Pro-Kopf-Einkommen der Kambodschaner liegt bei durchschnittlich 310 US-Dollar. Damit gehört Kambodscha zu den ärmsten Ländern der Welt. Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind die Textilindustrie und der Tourismus, letzterer vor allem in der Region Siem Reap, die mit dem Unesco-Weltkulturerbe Angkor Wat (1110 bis 1150) und vielen weiteren Tempelanlagen bis zu 2,5 Millionen Besucher pro Jahr lockt. Kriege und Hungersnöte ließen vom ehemaligen Khmer-Imperium, das sich im 12. und 13. Jahrhundert über große Teile Asiens erstreckte, nur noch ein kleines Territorium übrig, das 1867 zum französischen Protektorat und später zur Kolonie wurde. König Norodom Sihanouk erkämpfte Anfang der 50er Jahre die Unabhängigkeit Kambodschas und machte das Land zur „Perle Asiens“ und die Hauptstadt Phnom Penh zu einer modernen Außenstelle von Paris. Die Roten Khmer um „Bruder Nummer 1“ Pol Pot eroberten in den 70er Jahren erst das Land und 1975 die Hauptstadt Phnom Penh, die sie in nur zwei Tagen komplett räumten. Für ihre Vision des „Steinzeitkommunismus“ töteten sie Intellektuelle und Geistliche, zerstörten Universitäten, Klöster und Banken und machten aus Kambodscha ein riesiges Arbeitslager, in dem die Menschen in schwarzer Einheitskleidung Reis anbauen und Stauseen erschaffen sollten. Die Vietnamesen befreiten Phnom Penh 1979 und hielten Kambodscha zehn Jahre besetzt. Der nachfolgende Bürgerkrieg, in dem mehr als 10 Millionen Landminen verlegt wurden, sollte 1991 bei einem Friedensschluss in Paris beendet werden. Doch auch die zwei Milliarden US-Dollar teure Mission von 22.000 UN-Blauhelm-Soldaten brachte nicht die erhoffte Wirkung. Erst das Amnestie-Versprechen von Ministerpräsidenten Hun Sen an die Adresse aller Roten Khmer führte 1997 zum Waffenstillstand. Bis heute leidet das Land unter Armut, Arbeitslosigkeit, Korruption, Landminen und Umweltverschmutzung.

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René Zeier,
Leiter Höhere Fachschule für Tourismus
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